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H.G. Francis, Joschi Hajek, Alex StrebTödliche Knochenhände Dreamland Grusel, Folge 9 Titelillustration und Layout von Daniel Theilen Horror, Hörspiel Die Erzieherin Carlotta Vespari tritt ihre Stelle bei den di Cosimos an, um den siebzehjährigen Zwillingen Julia und Silvana den letzten Schliff in Sachen Anstand und Benimm zu verleihen. Doch schon nach kurzer Zeit mehren sich die unheimlichen, mysteriösen Geschehnisse auf dem Gut der di Cosimos. Der kürzlich verstorbene Vater der Zwillinge erscheint in der Nacht und spielt mit seinen vermoderten Händen ein bekanntes Klavierstück, Julia wird von einer unheimlichen Gestalt heimgesucht, die ihr weissagt, dass sie in den nächsten Tagen sterben wird. Hinzu kommt, dass kurz vor Carlottas Ankunft eine Bedienstete aus dem Dorf in der Kapelle des Anwesens getötet wurde. Der jungen Frau wurden bei lebendigem Leib die Augen aus dem Kopf gerissen. Carlotta findet heraus, dass seit über 350 Jahren ein Fluch auf der Familie liegt, nach dem immer wieder Zwillinge gezeugt werden, einer mit schwarzen und einer mit bernsteinfarbenen Augen. Letzterer dazu verdammt, vor dem siebzehnten Lebensjahr zu sterben. Auch Julia hat bersteinfarbene Augen, doch Carlotta und der Nachbar der di Cosimos, Piero di Abaccio, setzen alles daran, um das Unheil aufzuhalten … Folge 9 der ambitionierten Reihe Dreamland Grusel ist die Vertonung eines Romans von Hörspiellegende H.G. Francis, der 1975 unter dem Titel »Mörderische Knochenhände«, in der Heftromanreihe VAMPIR HORROR ROMAN erschien. Etwas unglücklich gewählt wurde der Titel, denn besagte Knochenhände kommen eigentlich nur in zwei Szenen vor, einmal beim Klavierspiel des toten di Cosimo und auf dem Friedhof der Bediensteten, als Julia von dem lebenden Skelett gewürgt wurde. Das Hörspiel an sich jedoch ist eine düstere Gruselgeschichte, die so auch durchaus in der Klassiker-Serie von EUROPA hätte erscheinen können. Die Freigabe ab 16 Jahren begründet sich in diesem Fall vermutlich auf die herausgerissenen Augen, wobei man bedenken sollte, dass heutzutage die Jugendlichen schon einiges gewohnt sind und das Hörspiel durchaus für 14jährige unbedenklich ist, immerhin wird nicht im Detail beschrieben, wie die unappetitliche Prozedur vonstattenging. Das Cover von Daniel Theilen wirkt auf den ersten Blick ein wenig überfrachtet, zeigt bei längerer Betrachtung seinen bizarren, morbiden Charme. Bei der Gestaltung des Booklets wurde sich leider weniger Mühe als bei TONY BALLARD gegeben, denn auf Sprecherfotos muss der Hörer dieses Mal verzichten. Dafür sieht er auf einen Blick, was das Gesamtprogramm von Dreamland für den Freund gruseliger Unterhaltungskost zu bieten hat. Fazit: © Florian Hilleberg |