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Erik Albrodt, John BakerDreamland Action - Folge 1 Genetic Code (Agent Smith) Titelillustration von Mersad Donko Dreamland Productions, Rüsselsheim, November 2009 Die Familie des Nobelpreisträgers Dr. Jeremy Higgins wird das Opfer eines Massakers. Seine Frau, sein Sohn und ein Nachbarsjunge sterben auf grauenvolle Art und Weise. Einzig Dr. Jeremy Higgins und seine Tochter überleben schwerverletzt. Doch die Wunden heilen erstaunlich schnell. Sir Stevens, Chef der F.A.T.C. (Federation against Terror & Crime) und Freund von Higgins, bittet seine besten Agenten Nina Anderson und Larry Smith den Fall zu übernehmen. Gemeinsam kommen sie einer Verschwörung auf die Spur, welche die menschliche Vorstellungskraft übersteigt. Der verbrecherische Schaffensdrang skrupelloser Wissenschaftler scheint kein Ende zu kennen … Das Konzept zu der neuen Reihe besteht schon seit einiger Zeit und seit über einem Jahr kursieren bereits viele Gerüchte über die Hörspiele. Spätestens seit Bekanntgabe der erneuten Zusammenarbeit zwischen Erik Albrodt und Thomas Birker (TWILIGHT MYSTERIES) steht fest, dass auch das neueste Projekt von Dreamland Productions sehr vielversprechend sein wird. Der Name DREAMLAND ACTION ist Programm und startet mit der ersten Folge der Subserie AGENT SMITH. Namensgebung und Besetzung lassen bereits erahnen, dass es sich um einen Ableger der Kultserie LARRY BRENT handelt. Die Titelfigur mit dem wenig originellen Namen Larry Smith wird natürlich von Rainer Schmitt gesprochen, der sich tatsächlich fast so keck und frisch anhört wie vor dreißig Jahren. Dasselbe gilt für Heidi Schaffrath als Nina Anderson. Doch auch in der Namenswahl der anderen Charaktere erkennt man die Liebe der Produzenten zu LARRY BRENT. Higgins, Dr. Huntington und Chefinspektor Crowden – alle Namen stammen aus der Serie des Schriftstellers Dan Shocker und verkörpern dort wichtige Personen aus dem Umfeld des Titelhelden. Für die weitere Besetzung haben die Macher keine Kosten und Mühen gescheut und ein Ensemble auf die Beine gestellt, vor dem selbst Majorlabel den Hut ziehen muss. Klaus-Dieter Klebsch, Tilo Schmitz, Martin Kessler, Dorette Hugo und Utz Richter spielen so eindrucksvoll und leidenschaftlich wie immer. Die Jungsprecher Johanna Klein und Josia Jacobi stehen ihren Kollegen dabei in Nichts nach und spielen so manchen erwachsenen Sprecher an die Wand. Cameo-Auftritte der Produzenten Thomas Birker, Erik Albrodt und Joschi Hajek runden die Besetzung gekonnt ab. Auch der Erzähler Wolfgang Rüter macht seine Arbeit ausgezeichnet, nachdem man sich an ihn gewöhnt hat. Die Titelmelodie, komponiert von Anette Humpe, erinnert an den bekannten LARRY BRENT-Theme und orientiert sich laut Thomas Birker ebenfalls an dem Hit »Codo« von DÖF. Der weitere Score stammt von Tom Steinbrecher und Andreas Max, ohne die auch dieses Dreamland-Produkt undenkbar wäre und dem Hörspiel ihren eigenen Stempel aufdrücken. Die Musik ist stimmig, fetzig und stiehlt den Sprecher trotzdem nicht die Show. In puncto Effekte lassen es die Macher ebenfalls krachen und beweisen, welch enormes Potenzial in der Reihe steckt. Sounddesign und Tonqualität sind von allerhöchster Güte. Das Skript von Erik Albrodt originell, witzig und dramatisch zugleich, auch wenn er in dem Opener ein wenig dick aufträgt. Hier offenbart die Serie fast schon satirische Ansätze, indem sie die Liebeleien der Agenten, die AGENT SMITH offensichtlich Pate standen, nämlich James Bond und Larry Brent, auf die Schippe nimmt. Der Plot der Story ist gut durchdacht und so abgedreht und pseudowissenschaftlich wie bei LARRY BRENT-Erfinder Dan Shocker persönlich. »Genetic Code« ist ein Thrillerhörspiel par excellence, das mit seiner Altersempfehlung ab 12 Jahren vielleicht ein wenig großzügig war, aber nichtsdestotrotz Hörvergnügen pur bietet. Hätte LARRY BRENT eine Fortsetzung in diesem Stil erfahren, würde die Hörspielserie noch heute laufen. Coverartwork und Titelgrafik wirken noch ein wenig leblos und steril, wecken aber durchaus die Neugier des Käufers, wenn er auf der Suche nach neuem Hörstoff ist. Im Innenteil gibt es eine ausführliche Danksagung des Dreamland-Geschäftsführers Thomas Birker zu lesen. Fazit: © Florian Hilleberg |