Dämonenkiller Edition 21
Im Zeichen des Bösen
Von Susa Gülzow
Nach dem gleichnamigen Dorian Hunter Sammelband Nr.
von Ernst Vlcek und Neal Davenport,
erschienen im Zaubermond Verlag
Verlag: Nocturna Audio Produktion & Vertrieb e.K., 2007
Audio-CD
FSK 12
Laufzeit: 73:41 Minuten
Preis: 9,90 €
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Der Reporter Dorian Hunter verirrt sich nach Einbruch der Dunkelheit auf das Schloss derer von Lethian. Ein düsteres Geheimnis umgibt den Ort. Wer sind die acht unheimlichen Fremden, die alle am selben Tag wie Dorian geboren wurden? Was verbindet ihn mit der Schlossherrin, die ihn so zuvorkommend behandelt wie ihren eigenen Sohn - und was bedeuten ihre Worte, dass Dorian, genau wie jene acht Fremden, seit Jahren dort erwartet wurde ...?
Schon zu Beginn wird der geneigte Hörer mit dem Titelsong „Dorian“, gesungen von Ava Winter, und einer kurzen Vorstellung des Hauptprotagonisten auf das Hörspiel eingestimmt.
Der britische Journalist Dorian Hunter, 29-jährig, sammelt alles Okkulte, was ihm in die Finger gerät. So außergewöhnlich ist diese Angewohnheit nicht, wenn man bedenkt, dass seine eigentliche Lebensgeschichte schon 1484 begann. Im besagten Jahr verschrieb der französische Baron Nicolas de Conde seine Seele dem Bösen. Er glaubte, den Teufel überlisten zu können, aber seine Familie musste den Betrugsversuch mit dem Leben bezahlen. Fortan bekämpfte er in verschiedenen Inkarnationen das Böse ... bis die Dämonen ihrerseits einen heimtückischen Plan ersannen. Das Oberhaupt Asmodi zeugte mit der Hexe von Lethian ein Kind und bannte des Condes Geist in dessen Körper - auf dass ihr größter Feind von Stunde an einer von ihnen sei. Doch Dorian Hunter weiß von diesen Geschehnissen bisher nichts. So der „Prolog“ des Hörspiels. Auf der Reise nach Asmoda, einem abgelegenen Ort im letzten Winkel von Österreich, lernt Dorian acht Männer kennen. Es wundert ihn, dass diese am gleichen Tag wie er geboren wurden. Zufall oder Einbildung?
Schon der erste Satz der beginnenden Dialogszenen „... Leichen sind etwas Wunderbares! ...“, ausgesprochen vom australischen Leichenbestatter Edward Belial, lässt auf eine geheimnisvolle und gruselige Atmosphäre hoffen.
Mit der Besetzung von Stephan Schwartz als Erzähler hat Nocturna Audio eine ausgezeichnete Wahl getroffen. Gekonnt und emotional führt er den Hörer durch die Story. Man merkt seiner Stimme jederzeit an, dass er mitten „Im Zeichen des Bösen“ steht, die Geschichte um Dorian Hunter selbst erlebt. Sehr gut beschrieben wird das Schloss unweit von Asmoda, in einem Waldstück auf einem kleinen Hügel gelegen. Der Hörer lernt während des Hörspiels jeden Winkel des Schlosses kennen und fühlt sich in den Mittelpunkt des Geschehens versetzt.
Und da ist noch der etwas geistig verwirrte Vukujev, stets dienstbeflissen, teilweise listig und der Gräfin Anastasia von Lethian hörig. Doch warum wird Vuk nicht ein Opfer der Dämonen? Weicht er den Dämonen aus oder diese ihm? Die Antworten darauf erfährt der Hörer am Ende der Story.
Mit wenigen und wohl dosierten Soundeffekten überzeugt das Produktionsteam um Sven Michael Schreivogel und braucht sich hinter anderen, weitaus bekannteren Hörspielverlagen nicht zu verstecken.
Fazit:
Der Heftromanheld Dorian Hunter liegt nun bei Nocturna Audio Produktion & Vertrieb e.K. als CD vor und kommt im direkten Vergleich zur Romanvorlage von Ernst Vlcek fast authentisch rüber. Hörspielliebhabern, die ein Fable für das Gruselige haben, kann ich diese Scheibe nur empfehlen.
© Wolfgang Brandt |