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Alfred Bekker, Karl-Heinz MarchDas Reich der Elben Fantasy, Hörspiel Das Volk der Elben unter der Führung ihres Königs Keandir und dessen Gattin Ruwen, ist auf der Suche nach einer neuen Heimat. Zu diesem Zweck segelt die Flotte der Elben über die Meere und landet an den Gestaden eines geheimnisvollen Eilandes. Dort treffen die Elben auf aggressive geflügelte Affen, welche den Erkundungstruppe der Elben stark dezimieren. Keandir und einer seiner treuen Gefolgsleute stoßen in einer Höhle auf den Augenlosen Seher, der den König der Elben auf eine harte Probe stellt, welche die Zukunft des Elbenvolkes auf entscheiden wird … Mit der Vertonung der großen Elbentrilogie des deutschen Schriftstellers Alfred Bekker hat sich die Cocomico Records GmbH unter dem Label Cocomico Fantasy einer klassischen Geschichte um das Volk der Elben angenommen, die unverkennbar von J.R.R. Tolkien geprägt wurde. Allein die Namensgebung ist der Beweis. Trotzdem besitzt »Das Reich der Elben« genügend Eigenständigkeit, um dem Genre neue Aspekte abzugewinnen. Während bereits Zwerge, Orks, Trolle usw. eigene Reihen und Bücher bevölkern, widmet sich Bekker nunmehr den Elben. Dabei hat Cocomico ein Mammuthörspiel ohnegleichen geschaffen, das mit namhaften und talentierten Sprechern aufwartet. Allen voran natürlich Bodo Primus, der bereits in dem Mystery-Hörspiel »Die Hexerin« den Erzähler mimt und sich auch im Fantasy-Genre als versierter und sicherer Sprecher erweist, was bei der Fülle an zungenbrecherischen Namen keine Selbstverständlichkeit ist. Als Keandier ist Michael-Che Koch zu hören, der den besonnenen und nachdenklichen Elbenkönig ideal charakterisiert. Ihm zur Seite steht Thandiwe Braun als Königin Ruwen. Die glockenhelle Stimme der Schauspielerin passt perfekt zu der zarten Elbenfrau. Weniger gut besetzt und irgendwie unpassend hört sich dagegen Jens-Peter Fiedler als Augenloser Seher an. Der Schauspieler wirkt für diese Rolle einfach zu jung und bemüht, als dass man ihm den Bösewicht abnehmen könnte. Wirklich hörenswert ist hingegen die Musik von Andy Muhlack, die das Fantasy-Feeling hervorragend unterstreicht und mit seinen mystischen Klängen sicherlich nicht umsonst an die großartige Herr-der-Ringe-Verfilmung von Peter Jackson erinnert. Auch bei den Schlachten sorgt der Musiker für eine angemessene und kraftvolle Klangunterstützung. In Sachen Effekte wurde ebenfalls nicht gespart und dank moderner Sound-Datenbanken wirken die Kämpfe äußerst real. Bei einer Spielzeit von mehr als vier Stunden ist es natürlich nicht verwunderlich, dass sich das eine oder andere Musikstück wiederholt. Da der Soundtrack allerdings nicht zu laut eingespielt wurde, stört dieser Umstand nur wenig. Leider weist die Handlung die eine oder andere Länge auf, und gerade die Passagen, in denen der Aufbau der wenig originell »Elbiana« genannten Stadt geschildert wird, sowie das Heranwachsen der Söhne Keandirs, erweisen sich als ermüdend. Dafür vermögen die Abschnitte, in denen das Volk der Elben Bündnisse eingeht, ihre Heimat befestigt und in den Krieg zieht, als äußerst packend. Das Cover zeigt das Original-Titelbild des Romans, welches als recht einfache Computergrafik wenig künstlerischen Anspruch besitzt, aber gut zum Titel passt. Fazit: © Florian Hilleberg |