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Rezension - Das Mal - Das Geheimnis vom Totenkopfstein

Stefan Henning, Sandra Gambino
Das Mal - Das Geheimnis vom Totenkopfstein

Hörspiel, Mystery
2 Audio-CD, 18 Tracks, ca. 124 Minuten, 20, 99 €
Hurst Media Company, Offenbach, März 2011
ASIN: B004S3ZJ7Y

Jennifer und Josephine, 15 und 16 Jahre alt, leben mit ihren Eltern im beschaulichen St. Oswald in Niederösterreich – nicht gerade der spannendste Ort für Mädchen auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Doch mit der Ruhe ist es bald vorbei: Als sie das Waisenkind Kim kennenlernen, ändert sich ihr ganzes Leben! Gemeinsam stoßen die drei auf ein dunkles Geheimnis, welches wie ein Fluch über St. Oswald zu liegen scheint. Ehe sie sich versehen, stecken sie mitten in einem Kampf mit den Dämonen der Vergangenheit. Welche dunklen Mächte haben sie zusammengeführt? Welche Rolle spielt sie geheimnisvolle Tilrun? Kann Patrick, Jennifers Schwarm, ihnen helfen, das Rätsel zu lösen? Und über all den Fragen thront bedrohlich ein geheimnisvoller Felsen: der Totenkopfstein.

Im malerischen Waldviertel Niederösterreichs liegt die Gemeinde St. Osald. Folgt man dem Herzsteinrundweg, kommt am neben zahlreichen Naturschönheiten unweigerlich an sagenumwobenen mystischen Plätzen wie zum Beispiel dem Totenkopfstein vorbei.
Die Hamburger Autorin Sandra Gambino suchte für ihr Hörspiel Das Mal einen mystischen Ort und wurde via Internet und Vorort-Recherche in St. Oswald fündig. Unterstützt wurde sie dabei von Leo Baumberger und der Familie Leonhartsberger, die ihr zahlreiche Informationen inklusive Genehmigung für die Hörspielstory gaben.
Lange vor unserer Zeit waren bereits die Menschen von dieser Felsforamation fasziniert. Er sieht in der Tat einem Totenkopf ähnlich, dessen leere Augen nach Norden gerichtet sind, wo nach alter germanischer Sage das Totenreich und die Götterburg liegen sollen.

Das Mal ist die Geschichte zweier Mädchen, für die es in St. Oswald außer dem Alltäglichen nichts Weltbewegendes zu geben scheint. Sie beschließen, den wahren Grund der Ereignisse am Totenkopfstein nachzugehen. Via Internet lernen Josephine und Jenny das Mädchen Kim kennen, die sich ebenfalls mit der mystischen Legende beschäftigt. Ein Treffen wird ausgemacht und ab geht es in längst vergangene Zeiten.

So wie die Legende selbst fasziniert einem das Hörspiel Das Mal – Das Geheimnis vom Totenkopfstein. Das Hörspiel beginnt recht locker, die Hauptcharaktere Josephine und Jenny entwickeln sich von Track zu Track, die Storyline gewinnt allmählich an Fahrt und bekommt den erwarteten mystischen Touch. Die kleinen unvorsehbaren Ereignisse wie zum Beispiel das gleiche Muttermal, die Begegnung mit der geheimnisvollen Tilrun sowie das Treffen mit Kim und ihr ausgeprägtes Interesse an der vollständigen Lösung der Runen sind für das Verständnis und Gesamtkonzept des Hörspiels eine Bereicherung. Das stete Wechseln zwischen den Protagonisten wirkt sich fördernd auf die Geschichte aus, da anfänglich geglaubte Nebenfiguren plötzlich im Mittelpunkt des Geschehens rücken.

Beim Casting bewies Gordon Piedesack, der im Hörspiel den Part des Erzählers übernahm, ein durchaus glückliches Händchen. Neben der Schauspielerin, Synchronsprecherin und Autorin Kornelia Boje – unter anderem bekannt aus Robin Hood 2010 (als Elenore von Aquitanien) und Kampfstern Galactica 2003 (als Präsidentin Laura Roslin) – und Helmut Winkelmann – den Liebhabern der John Sinclair-Serie bei Tonstudio Braun ein Begriff - holte das Team um Trevor U. Hurst auch weniger bekannte SprecherInnen ins Boot, die in ihren Rollen überzeugen. Besonders seien hier Nora Jokhosha und Dina Kürten genannt.
Was wäre ein Hörspiel ohne Hintergrundmusik und Soundeffekte? Eben kein Hörspiel. In Das Mal gibt es kaum eine Szene, die nicht von spannender, mystischer und tragischer Atmosphäre begleitet wird. Aufgrund bisher gesammelter Erfahrungen in Musikarrangement und Sound Design für verschiedene Auftragsarbeiten ist es Trevor U. Hurst in Zusammenarbeit mit Torsten Kamps und Katharina Wildermuth (Violine) perfekt gelungen, das Hörspiel musikalisch und soundtechnisch in Szene zu setzen.

Fazit:
Obwohl dem Hörspiel Das Mal anfänglich etwas an Tempo fehlt, nimmt es im Verlauf der Handlung bis zum Final End stetig an Fahrt auf, lässt einen nicht mehr los und vermittelt beim Hören eine düstere, mystische Atmospäre, die unter Hand geht.
Das Mal als Erstlingswerk der Hurst Media Company braucht sich nicht in Aufbau, Musik und Sound hinter namhaften Label zu verstecken und bietet Hörspaß pur.
Es ist zu hoffen, dass es eine Fortsetzung gibt, da der Verbleib der drei Mädchen im Ungewissen bleibt.

Bewertung:



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