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Gunter Arentzen, Horst Kurth, Mareike MöllerChristoph Schwarz - Folge 2 Die Brocken-Hexen Titelillustration von Alexander von Wieding Horror, Hörspiel www.romantruhe.de Christoph Schwarz hat seinen Job als Polizei-Kommissar an den Nagel gehängt und sich als Detektiv, spezialisiert auf übersinnliche Phänomene, selbstständig gemacht. Seine Freundin Nadine Weyer fungiert dabei als Sekretärin und Assistentin, die vor allem in Sachen Recherche eine tatkräftige Hilfe darstellt. Die erste Zeit der Flaute scheint vorüber, als eine Frau bei Christoph Schwarz vorstellig wird, deren Nichte Patricia Köhler, vor einem Jahr bei einer Walpurgis-Nachtfeier auf dem Brocken verschwunden ist. Christoph Schwarz reist nach Wernigerode, wo Patricia und ihre Freundinnen Quartier bezogen hatten. Der Detektiv findet heraus, dass die jungen Frauen dem Wicca-Kult angehörten, einem esoterischen, aber harmlosen Hexenclub, dessen Mitglieder eine besondere Beziehung zur Natur besitzen. Als Christoph herausfindet, wer tatsächlich die Fäden im Hintergrund zieht, beginnt er an seinem Verstand zu zweifeln. Lilith, die erste Hexe überhaupt, hat die Fänge nach den Frauen ausgestreckt, um mit ihnen die Menschheit zu terrorisieren. Kann Christoph Schwarz, der Detektiv des Übersinnlichen, die Konkubine des Satans aufhalten? Mit der 2. Folge der neuen Horror-Hörspielserie »Christoph Schwarz« hat sich die Hörfabrik wieder sehr viel Mühe gegeben und die Sprecher, allen voran Sascha Rotermund, wirken noch professioneller und natürlicher, als noch in der ersten Episode. Insbesondere Rotermund hat sich mit seiner Rolle voll und ganz identifiziert. Lea Kohns als Nadine Weyer kann ihr Talent nur wenig entfalten, ist ihre Rolle in diesem Hörspiel doch vergleichsweise gering. Etwas kurz abgehandelt wurde auch der Lebenswandel von Christoph Schwarz, der plötzlich auf einer alten Burg residiert. Wieso, weshalb, warum? Gehört das zum Ambiente eines Detektivs, der sich mit dem Übersinnlichen beschäftigt? Mit Annette Gunkel, Simona Pahl, Oliver Theile und Gabriele Wienand als Lilith konnte die Hörfabrik wieder eine Reihe erstklassiger Sprecher verpflichten, die sich in der Hörspielszene noch nicht abgenutzt haben und dennoch eine hervorragende Arbeit leisten. Kommt Gabriele Wienand zu Beginn ihres Auftrittes noch sehr überzogen und schrill rüber, so wächst sie im Laufe der Handlung kontinuierlich in ihre Rolle hinein und stellt eine ernst zu nehmende Antagonistin dar. In dieser Folge formt sich auch der Seriencharakter immer weiter heraus. So bekommt Christoph Schwarz Kontakt zu einem christlichen Orden, der sich mit der Bekämpfung schwarzmagischer Kräfte beschäftigt, und erhält auch eine wirksame Waffe mit Spezialmunition. Des Weiteren bekommt der Detektiv tatkräftige Unterstützung aus dem Geisterreich, die ihn auch in folgenden Fällen nicht im Stich lassen dürfte. Die Inszenierung ist sauber und technisch brillant ausgefallen und kann locker mit den Produktionen der Major-Labels konkurrieren. Bisweilen, gerade in den Action-Szenen, in denen Christoph Schwarz alias Sascha Rotermund das Geschehen kommentiert, wurden die Effekte zu laut eingespielt, oder die Sprache zu leise, je nachdem. Unter dem Strich präsentieren die Hörfabrik und Romantruhe Audio aber ein tolles Horror-Hörspiel mit einer abgefahrenen Handlung, die gut recherchiert wurde und bereits Lust auf weitere Hörspiele mit Christoph Schwarz macht. Das düstergeniale Coverartwork von Alexander von Wieding verleiht der Serie ihren eigenen Reiz und das Motiv ist schlichtweg grandios. Nur beim Glossar der wichtigsten Personen scheint die Terminabgabe einen Strich durch die Rechnung gemacht zu haben. Es werden lediglich Christoph Schwarz und Nadine Weyer vorgestellt, und das mit demselben Text wie schon bei Folge 1. Fazit: © Florian Hilleberg |