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Rezension - Anne in Windy Poplars (Folge 13-16)

Lucy Maud Montgomery
Anne in Windy Poplars (Folge 13-16)
Illustrationen: Firuz Askin

Mädchen, Hörspiel
Titania Medien, Leverkusen, September 2009,
Audio-CDs, 54-67 Minuten
Preis: je 8,95 Euro
ISBN: 9783785741382 (13), 9783785741399 (14), 9783785741405 (15), 9783785741412 (16)

www.titania-medien.de

Inhalt Folge 13
Anne kommt nach Summerside, um ihre neue Rektorinnen-Stelle anzutreten. Aber sie bekommt nicht nur Schwierigkeiten mit ihrer Konrektorin Katherine Brooke, sondern auch mit dem Pringle-Clan. Dieser versucht, wo er nur kann, ihr das Leben schwer zu machen, da ein Bewerber aus dem Clan für die Direktorenstelle nicht genommen wurde. Nicht nur, dass Anne keine von den zahlreichen Wohnungen der Pringles mieten kann, nein, auch die Schüler der Familie boykottieren ihren Unterricht. Aber einen ersten Triumpf kann Anne verbuchen, als sie eine Theater-AG gründet. Als Jane Pringle, die die Hauptrolle in »Maria Stuart« spielen soll, angeblich erkrankt, springt Sophie ein. Mit Sophie hat Anne heimlich die Rolle der Maria Stuart geübt, weil das Mädchen großes Talent für das Theaterspielen hat. Das Stück wird ein voller Erfolg. Der Clan gibt sich endgültig geschlagen, als Anne ihnen ein Tagebuch schickt, in dem wenig schmeichelhafte Passagen über einen Pringle-Vorfahren stehen.

Inhalt Folge 14
Anne muss nicht nur Sophies Schwester helfen, ihren launischen Vater von einer Heirat mit Annes Kollegen zu überzeugen, sondern auch der schüchternen alternden Jungfer Pauline Gibson, die die Pflege ihrer unleidlichen Mutter übernommen hat. Sie schafft es, Pauline einen Tag Auszeit von ihrer Mutter zu gönnen, da die Frau gerne zur Silbernen Hochzeit ihrer Freundin fahren will. Dafür übernimmt Anne die Pflege, ist hinterher aber mit den Nerven fertig. Ihren Nerven nicht unbedingt zuträglich ist auch der Besuch bei Sarah Pringle: Die erzählt Anne nämlich extrem gruselige Storys über in dem Haus umgekommene Verwandte, sodass Anne, die die Nacht bei den Pringles aufgrund eines Sturms verbringen muss, nicht schlafen kann. Zurück in ihrer Unterkunft in Windy Poplars erfährt Anne, dass die beiden Witwen, denen Windy Poplars gehört, Kater Dusty weggegeben haben. Der Kater ist Anne ans Herz gewachsen – und nicht nur ihr, sondern auch der mürrischen Haushälterin Rebecca. Die hat die ganze Zeit vorgegeben, Dusty nicht zu mögen, wird aber schrecklich wütend, als sie erfährt, dass der Kater fort ist.

Inhalt Folge 15
Als Anne für eine Spendenaktion für ihren Theaterclub zusammen mit ihrem Schüler Louis an einem abgelegenen Bauernhof vorbei kommt, knipst Louis den Sohn des Bauern, den kleinen, freundlichen Teddy. Anne fällt die Ähnlichkeit zwischen dem Waisenkind Louis und Teddy auf. Nachforschungen ergeben, dass der Bauer ein Onkel von Louis ist. Als Anne und Louis ihm das sagen wollen, erfahren sie, dass Teddy wegen einer Lungenentzündung gestorben ist. Aber dem Bauer ist die Verwandtschaft mit Louis ein Trost: Er nimmt den Jungen bei sich auf. Anne will nun endlich Frieden mit Katherine Brooke schließen und lädt ihre Kollegin für Weihnachten nach Green Gables ein. Diese nimmt die Einladung überraschend an. Auf einem schönen Skiausflug erfährt Anne von Katherines schwerer Vergangenheit. Nun kann sie nachvollziehen, warum die Kollegin so kalt und abweisend ist. Das Gespräch bewirkt, dass sich Katherine Anne annähert. Anne besucht auch ihre alte Freundin Diana, die inzwischen ein Kind hat, und verbringt insgesamt schöne Weihnachtsferien in Green Gables.

Inhalt Folge 16
Katherine, die den Lehrerberuf eigentlich nicht mag, kündigt ihre Stelle und arbeitet fortan in einem Reisebüro, weil sie selbst immer schon reisen wollte. Sie und die kleine Elisabeth, die bei ihrer emotional kalten Großmutter ein tristes Dasein fristet, freuen sich auf die Sommerferien, die sie mit Anne auf Green Gables verbringen wollen. Zurück in Summerside will Louis Sophie heiraten. Aber Sophies Vater ist strikt dagegen. So planen er und Anne eine heimliche Hochzeit. Aber Sophie erscheint am Hochzeitstag nicht. Außerdem will Anne Elisabeth und ihren Vater wieder zusammenbringen. Deshalb schreibt sie ihm einen Brief. Der Mann antwortet aber über Monate hinweg nicht. Dann treffen ihn Anne und die Kleine zufällig bei einem Ausflug, aber er gibt sich nicht zu erkennen. Ein Unfall Elisabeths wendet jedoch das Blatt.

Das Hörspiel ist gut gesprochen, auch wenn Annes Synchronstimme (Marie Bierstedt) immer noch etwas gekünstelt klingt. Die Geräusche und die Musik sind prima gewählt. Sehr gut auch: Nicht nur Annes Jugend wird als Hörbuch herausgebracht, sondern auch Anne als Erwachsene. Damit ist das Hörbuch auch für Erwachsene interessant. An der Geschichte selbst fällt auf, dass sich die Figuren, mit denen Anne besonders gut auskommt, zu sehr gleichen. Alle sind fantasiebegabt und lieb, heben sich aber weiter nicht voneinander ab. Insgesamt aber eine warmherzige Story und ein schönes Hörspiel.

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Bewertung:


© Ulrike Dansauer

 

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