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Mitten in der Nacht, bei strömendem Regen, bleibt der Wagen von Johanna und Henning stehen. Henning versucht bei einem nahegelegenen Pensionat Hilfe zu holen, wird aber von dem Portier schroff zurückgewiesen. Das junge Pärchen findet sich gerade mit der Vorstellung ab, die Nacht im Auto zu verbringen, als sie Schreie vom nahen See hören. Sie entdecken ein Boot, das bei dem Unwetter auf dem aufgewühlten Gewässer schlingert, doch sie können den Insassen nicht zu Hilfe eilen. Als sie erneut in dem alten Klippenhaus um Hilfe bitten, erbarmt sich der Portier dem durchnässten Paar und bietet ihnen eine Unterkunft an. Johanna und Henning atmen auf, nicht ahnend, dass der wahre Schrecken noch auf sie lauert und diese Nacht ihr Leben für immer verändern wird … Erinnerte Folge 1 der neuen Hörspielreihe GEISTER-SCHOCKER noch an eine gelungene Mischung aus LARRY BRENT und der GRUSELSERIE von H.G. Francis, so könnte das vorliegende Hörspiel hervorragend als inoffizielle Fortsetzung der zuletzt genannten Reihe durchgehen. »Spuk im Klippenhaus« basiert nicht auf einem Gruselroman, sondern erzählt eine von Thomas Tippner frei erfundene Geschichte, die als Hommage auf die 4. Folge der GRUSELSERIE gedacht ist. »Das Schloss des Grauens« wird von Henning (Andreas von der Meden) sogar in einem Scherz namentlich erwähnt, und genau, wie in der alten EUROPA-Folge, so verschlägt es auch in diesem Geister-Schocker ein junges Pärchen bei einem heftigen Unwetter in ein unheimliches Gemäuer, das ein düsteres Geheimnis birgt. In beiden Fällen wird die männliche Hauptperson von Andreas von der Meden verkörpert, der sehr lässig herüberkommt. Der Part der weiblichen Hauptfigur wurde dieses Mal von Heidi Schaffrath übernommen, die als Larry Brents Kollegin Morna Ulbrandson Hörspielgeschichte schrieb. Im Gegensatz zu der ersten Folge geht es in diesem Hörspiel weit weniger brutal zu. Tippner setzte mehr auf Atmosphäre und das typische EUROPA-Feeling, das in diesem Hörspiel hervorragend zum Tragen kommt. Auch in der Namensgebung hat sich Thomas Tippner von dem EUROPA-Original inspirieren lassen. Dort wird der Portier Wagner von Ernst von Klippstein gesprochen. In dem vorliegenden Hörspiel heißt der Portier selbst Klippstein, gesprochen allerdings von Klaus Nägelein, der eine grandiose Darbietung zum Besten gibt. Die klassische Gespenstergeschichte ist ein düsteres Kammerspiel, in dem gerade mal vier Sprecher zu Wort kommen, deren Arbeit ist allerdings enorm. Neben Heidi Schaffrath, Andreas von der Meden und Klaus Nägelein ist noch Robert Rausch mit von der Partie, der, im Gegensatz zu seinen Kollegen, nicht ganz so viel Hörspielerfahrung hat, aber eine glänzende Leistung erbracht hat. Die Coverillustration ist treffend zur Story und vermittelt einen passenden, ersten Eindruck. Nur das entsetzte Paar im Vordergrund sieht ein wenig altmodisch und hölzern aus. Fazit: © Florian Hilleberg |