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H.P. Lovecrafts, Marc GruppeGruselkabinett 44/45 Berge des Wahnsinns Illustration: Firuz Askin Horror, Hörspiel In der Filmbranche ist immer wieder die Rede davon, Lovecrafts »Berge des Wahnsinns« zu verfilmen. Allerdings entpuppen sich die meisten Meldungen als Gerüchte oder es heißt, dass die Produktion auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Ganz anders ist es da bei dem Hörspiellabel Titania Medien. Konsequent setzten Marc Gruppe und Stephan Bosenius den Stoff um und produzierten dabei ein Hörspiel, das durchaus seinesgleichen sucht. Phantastik-Fans ist die Handlung bestens bekannt: Professor William Dyer plant eine Expedition in die Antarktis, um dadurch vorhandene Erkenntnisse zu erweitern. Zusammen mit seinem Assistenten Larry Danforth, den beiden Professoren Atwood und Pabodie sowie den Wissenschaftlerinnen Leni Lake und Leslie Carroll entdeckt er eine gewaltige Gebirgskette, die in ihren Ausmaßen so ziemlich alles übertrifft. Nachdem ein Teil der Expedition in das Gebirge aufgebrochen ist, verliert sich von ihr jede Spur. Dyer und Danforth versuchen, hinter das Geheimnis ihres plötzlichen Verschwindens zu kommen und stoßen dabei auf eine unvorstellbare Gefahr. Mit vielen Anspielungen auf Lovecrafts Werk und netten Seitenhieben auf das Universitätsmilieu schufen Marc Gruppe und Stephan Bosenius eine etwas freie Umsetzung des Stoffes. So wurde z.B. aus dem Wissenschaftler Lake eine Wissenschaftlerin, ihre Assistentin Carroll wurde hinzuerfunden. Doch schadet dies der Adaption keineswegs, da somit das Stück an Lebendigkeit gewinnt. Nach einem etwas lang geratenen Anfang (dies der einzig negative Aspekt des Stückes), kommt das Hörspiel dann auch tüchtig in Fahrt. Gelungene Gags wie etwa Dyers »Kotzeinlage« im Flugzeug sorgen dabei für spaßige Überraschung. Neben diesen Merkmalen ist »Berge des Wahnsinns« zugleich das wohl blutrünstigste Hörspiel von Titania Medien. Bluttriefende Seziertische und aufgeschnittene Leichen sind hierbei maßgebend. Gruppe und Bosenius aber verfallen zum Glück nicht in die Splatter-Abteilung, sondern beschreiben und schildern die Geschehnisse und Beobachtungen mit ihrem und Lovecrafts gewohnt gehobenem Stil. Unbedingt zu erwähnen sind die Geräusche der Monster. Hierbei übertrumpft das Hörspiel viele andere Produktionen. Die unheimlichen Pfeiftöne lassen einem durchaus eine Gänsehaut entstehen und vor dem genialen Brüllen ist man schlicht und ergreifend nahe daran, selbst wegzulaufen. Fazit: Copyright © 2010 by Max Pechmann |