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Horror, Hörspiel Zu seinen bekanntesten Erzählungen gehört die Schauergeschichte »Der Sandmann«. Die 1817 erschienene Erzählung berichtet über den Studenten Nathanael, der seit seiner Kindheit an einem Trauma leidet. Jedesmal, wenn er den Namen Sandmann hört, bekommt er panische Angstzustände. Die Ursache davon liegt im Tod seines Vaters, der durch einen Mann mit verursacht wurde, über den seine Eltern stets als der Sandmann gesprochen haben. Dieser würde den Kindern solange Sand in die Augen streuen, bis dieser herausfiel. Nathanaels Psyche wird nochmals auf die Probe gestellt, als er an seinem Studienort eben jene Gestalt aus seiner Kindheit entdeckt. Es handelt sich dabei um einen seltsamen Mann namens Coppelius, der in einer undurchsichtigen Beziehung zu Nathanaels Professor Spalanzani steht. Es ist bekannt, dass dieser Wissenschaftler eine sehr schöne Tochter namens Olimpia hat. Als Nathanael eben dieser Frau begegnet, verliebt er sich Hals über Kopf in sie. Doch dabei löst er zugleich eine furchtbare Katastrophe aus. Marc Gruppe und Stephan Bosenius haben nun endlich auch diese wundervolle Geschichte zu einem Hörspiel umgearbeitet. Das Ergebnis läßt sich im wahrsten Sinne des Wortes hören. Ihnen gelingt, die düstere, unheimliche Atmosphäre des Originals eins zu eins zu übernehmen. Am Anfang steht ein Briefwechsel zwischen Nathanael und seinem Bruder Lothar, der romantisch-düster in Szene gesetzt und durch hervorragende Rückblenden bespickt ist. Die Hauptgeschichte, in der das Drama seinen schrecklichen Lauf nimmt, ist sehr spannend, schnell und lebendig. Man sieht die Figuren und ihre Handlungen direkt vor sich. Genial ist beiden die Vertonung von Olimpia gelungen. Ihr Auftreten verursacht eine Art seltsamen Grusel, der besonders durch den Kontrast zwischen »Aussehen« und Stimme hervorgerufen wird. Auch der Schluss ist wunderbar umgesetzt, da er den Schrecken noch für einige Zeit nachhallen lässt. Fazit: Copyright © 2010 by Max Pechmann |