Gabriel Burns 05
Nachtkathedrale
Produziert von Volker Sassenberg
Vertrieb: Universal Musik GmbH
Laufzeit: 64 Minuten
Preis: 6,99 €
Klagendes Stöhnen hallt durch das Gotteshaus. Das Letzte, das die Frau in ihrem Leben erfährt, sind Schmerzen und die Erkenntnis des Wahnsinns.
Bestialische Ritualmorde reißen Vancouver aus seinem Schlaf.
Der Mörder tötet die Opfer auf grausamste Weise und sucht die Aufmerksamkeit eines breiten Publikums. Bakerman nimmt die Ermittlungen auf. Er findet heraus, dass der Mörder, welcher sich „der Fahle“ nennt, keineswegs wahllos mordet.
Sein Weg führt geradewegs in die Nachtkathedrale, einem Ort, an dem vor 120 Jahren bereits abscheulichste Morde und Folterungen verübt wurden, und in dem das Böse die Zeit überdauerte.
Mit 64 Minuten erreicht Folge 5 eine stattliche Länge.
Ausgefüllt wurden die Minuten mit reichlich Handlung, Musik und Grauen. Ein Serienkiller lässt seinen perversen Tendenzen freien Lauf. Hierbei hat er es auf Menschen mit besonderen Begabungen abgesehen. Die beiden Handlungsstränge schreiten rasch voran.
Neue, wichtige Charaktere setzen ihre ersten Duftmarken.
Der Hörer erfährt hier das erste Mal einen Eindruck von weiteren organisierten Strukturen innerhalb des Gabriels Burns Kosmos.
Die Geschichte verfolgt einen scheinbar eigenständigen Weg, doch sollte bis hier hin jeder Gabriel Burns Fans wissen, dass nichts ist, wie es scheint.
Die Nachtkathedrale, ein Gewölbe unter dem St.Paul's Hospital, ist nicht anderes als ein fahler Ort, womit der Autor und die Produktionsleitung einen Pfad zu den früheren Ereignissen schlagen.
Tote gibt es einige, von einer festgeschraubten Dame bis hin zu einem ausgeweideten Indianer.
Der Mörder, ein dämonisch boshafter Geist, wurde mit dem originellen Namen Aaron Cutter versehen; bei ihm ist der Name nicht nur Beruf, sondern auch Bestimmung.
Eine düstere Bosheit lagert über den meisten Szenen.
Die Folge sprüht nur vor Handlungen, so dass für eine ausgedehnte musikalische Untermalung nur wenig Raum bleibt.
Die atmosphärische Dichte erzeugt eine widerwärtige Faszination, sobald Aaron Cutter, gesprochen vom Vater der Serie, Volker Sassenberg, die Bühne betritt und zu seinen Taten schreitet.
Das Team um eben Genannten ließ sich eine Menge einfallen, um einen Alptraum aus Boshaftigkeit zum Leben zu erwecken.
Eine erstklassige Folge, auch weil einige wichtige Charaktere eingeführt werden. Das einzige Manko ist, dass es keinerlei Antworten auf zuvor aufgeworfene Fragen gibt, dafür wird aber gleich wieder einiges angedeutet, und der Fragenkatalog aufgebläht.
© Christopher Munke |