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Rezension - Gabriel Burns - Folge 4 / Angst aus Eis

Gabriel Burns - Folge 4
Angst aus Eis

Produziert von Volker Sassenberg
Vertrieb: Universal Musik GmbH
Laufzeit: 60 Minuten
Preis: 6,99 €

In den eisigen Wind mischen sich Geräusche, die wie das Wehklagen von Kindern über das Land hallen. Vor dreißig Jahren begrub der Drangajökull im Nordwesten Islands ein tödliches Geheimnis in seinem Rumpf aus Eis und Schnee. Nun drängen die Wesen aus einen anderen Welt wieder aus ihrem gefrorenen Gefängnis.
Bakerman kennt die Ereignisse, die sich damals zu Füßen des Gletschers abspielten. Er entsendet Steven Burns und Larry Newman nach Island. Bakermans Kommission ahnt nicht, dass ihre Gegenspieler ihrem Weg Folgen und großes Interesse an dem Geheimnis auf dem Dranga haben. Sie entsenden ihren tödlichsten Mann. Bakermans Team schwebt in Lebensgefahr.

Das Decision-Team bietet im vierten Teil der Serie neue Erkenntnisse, neue Fragen, Spannung und eine unglaubliche Umsetzung der eisigen Atmosphäre.
Die parallelen Handlungsstränge wurden exzellent umgesetzt, wobei der Schwerpunkt auf der bedeutsamen Island-Handlung liegt.
Der Vancouver-Handlungsstrang bietet wenig weiterführende Elemente für die Episode, ergänzt aber als Nebenhandlung eindrucksvoll die Dranga-Geschichte.
Von Anfang an vermag die Geschichte zu überzeugen. Spannung und überraschende Wendungen sind keine Einzelfälle, sondern begleiten den Hörer ständig.
Von Gewalt dominierte Szenen sind im Vergleich zu „Der Flüsterer“ Mangelware. Im Verlauf der Episode bleiben einige Schicksale ungeklärt, so dass dem lauschenden Publikum nur wenige Tote begegnen.
Ursprünglich war für die Episode der Titel „Die fahlen Orte“ vorgesehen, und so wird den Burns-Hörern der zweite fahle Ort vorgestellt. Nicht ersichtlich bleibt, was einen fahlen Ort ausmacht.
Das Ende lässt den Hörer nachdenklich zurück, wenn ihm klargemacht wird, dass an allen wichtigen Szenen ein „Monster“ beteiligt war.
Die akustische Umsetzung ist grandios. Wie bei den Vorgängern wurden auch hier passende Klangwelten geschaffen, die den Erzählerpart ideal ergänzen. Dadurch gelingt eine düstere, melancholische Stimmung, welche ihren Höhepunkt in dem nächtlichen Herannahen der Bestien findet. Die Furien wurden mit dem Repertoire an Klängen, Tönen und Geräuschen aus der Trickkiste von Erik Anker, im Stil eines lebendigen Alptraumes, umgesetzt.
Simon Jäger als Luther Niles besticht in seinem ersten Auftritt als Killer-Züchtung.
Ein kecker Spruch auf den Lippen sowie die nötige Abgeklärtheit in der Stimme untermalen diesen Charakter auf sehr gekonnte Weise.
Björn Schalla, unter anderem bekannt als Stimme von Laurence Fishburne in „Apokalypse Now“,
und Bernd Vollbrecht ( Stimme von Antonio Banderas) ergänzen sich, wie ihre Sprechrollen, hervorragend. Schalla gelingt es, in einer Szene den cholerischen, aggressiven Teil von Larry Newmans Charakter in beängstigend klarer Weise auf das Tape zu bannen.

Mit Vancouver, Reykjavik und dem Dranga-Gletscher führt uns Volker Sassenberg zu absolut realen Orten, die der fantastischen Geschichte als Rahmen dienen. Lediglich Grindervestür ist rein fiktiver Natur.

Bewertung:


© Christopher Munke

 

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