Die schwarze Sonne Teil 1
Das Schloss der Schlange Lausch Verlag (2006)
Audio-CD ca. 70 Minuten/ 9,75 €
Regie, Spielbuch, Produktion: Günter Merlau
Sprecher: Christian Stark, Harald Halgardt, Verena Unbehaun
Nach dem Tod seiner Eltern kehrt der junge Adam Salton nach England zurück und wird dort von seinem Onkel Richard und Nathaniel erwartet. Bereits kurz nach seiner Rückkehr wird allen Beteiligten klar, dass Adam über eine außergewöhnliche Gabe verfügt, die auch schon sein Vater besaß. Diese Gabe oder auch Fluch, je nachdem man die Sichtweise betrachtet, zieht Adam und den treuen Nathaniel in ein gefährliches Abenteuer. Dabei geht es um die Beschwörung eines unmenschlichen Wesens, von dem bereits die alten Kelten wussten.
Noch während Adam mit seinem Onkel zu dessen Haus fährt, überfällt ihn eine Vision, von der er nicht wusste, dass es eine ist. Erst als er sich darüber unterhält, wird klar, dass nur er die Vision und die daran beteiligten Personen sah.
Später wird er dem Landesherrn vorgestellt, der sich Adam gegenüber äußerst seltsam verhält. Adam lernt dessen Tochter kennen und aus diesem Kennenlernen ergibt sich eine Liebschaft, die im Tod der jungen Frau endet und somit zum Auslöser der kommenden Serie wird. Adam und Nathaniel werden zu Geisterjägern.
Die Erzählung wurde frei nach Bram Stoker bearbeitet. Eine Geschichte, die mit den Stimmen der Erzähler, der Musik und den Geräuschen eine wirklich gut gelungene Vereinigung bilden.
Das Hörspiel an sich, angefangen von der graphischen Gestaltung über die ausgewählten Sprecher bis hin zu seinem Gesamtbild, spricht den Hörer an. Vor allem gefiel mir die Arbeit, die Sabine Weiss mit ihren hervorragenden Zeichnungen ablieferte. Ich konnte mich auf diversen Cons mit ihr unterhalten und ihre Arbeit bewundern. Bis hin zu „Böhmen-Müller“, einer von ihr illustrierten Rollenspielfigur von mir. Die viktorianisch angehauchten Darstellungen auf ihren Zeichnungen geben einen ersten optischen Eindruck, der sich akustisch sehr schnell im Gehirn des Hörers zu einem großen Gesamtbild zusammensetzt. Die optische Unterstützung der hervorragend ausgewählten Stimmen macht aus dieser CD ein wirkliches Hörerlebnis.
Der Lauschangriff, den die Profis auf mich durchführten, konnte ich leider nicht abwehren. Hingerissen von der Produktion konnte ich nicht anders und musste meine Arbeit am Rechner ruhen lassen, um mich fast siebzig Minuten lang dem Hörspiel hinzugeben. Das lag aber auch an der Musik, die manchmal zu laut einsetzte, während die Stimmen zu leise und damit nicht mehr zu hören waren.
© Erik Schreiber
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Die schwarze Sonne Teil 1
Das Schloss der Schlange
LAUSCH – Phantastische Hörspiele
Audio-CD: 13 Tracks,70 Minuten
Preis: 9,95 €
ISBN: 978-3939600015
Als der junge Adam Salton nach Derbyshire, in England, zu seinem Onkel zurückkehrt, wird er sofort in merkwürdige Ereignisse verwickelt. Unheimliche Visionen plagen den jungen Mann, dessen Eltern erst kürzlich verstorben sind. Dann wird ein Toter entdeckt, der scheinbar das Opfer einer gigantischen Schlange wurde.
Adam Salton und der ebenfalls bei dessen Onkel weilende Arzt Nathaniel de Salis wollen dem Mysterium auf den Grund gehen, stoßen jedoch sowohl bei den Dorfbewohnern als auch bei Adams Onkel auf offene Ablehnung.
Doch schon bald gibt es weitere Tote und auch die Begegnung mit dem Gutsbesitzer Edgar Caswall gipfelt in offener Feindschaft. In einem dämonischen Ritus will der tyrannische Götzendiener Adams Freundin Mimi Watford einer gigantischen, weißen Schlange opfern ...
Mit diesem Hörspiel beginnt LAUSCH ein neues ungewöhnliches Projekt: Mystery-Thriller mit historischem Hintergrund. Bei der ersten Folge orientierte sich der Autor Günter Merlau an einem Roman von Bram Stoker, dem Schöpfer des berühmten Vampirs DRACULA. „Das Schloss der Schlange“ handelt von einem heidnischen Schlangenkult, dem immer noch Opfer dargebracht werden. Die Figuren Adam Salton und Nathaniel de Salis sind ebenfalls diesem Werk entliehen und dienen auch in weiteren Folgen als Protagonisten.
Was beim ersten Hören sofort auffällt ist die professionelle Machart des Hörspiels. Das Zusammenspiel von Effekten, Musik und Sprechern wirkt sehr harmonisch und hört sich wie die Tonspule eines millionenschweren Hollywood-Projektes an. Abgerundet wird das Hörerlebnis durch eine undurchsichtige Gruselgeschichte mit Krimi-Elementen. Den Charakteren wurden lebhafte, anspruchsvolle Dialoge in den Mund gelegt, welche die Sprecher mit Inbrunst zum Besten geben.
Allen voran glänzen Christian Stark als Adam Salton und Harald Halgardt als Nathaniel de Salis in den Hauptrollen.
Ebenso lebhaft wird Edgar Caswell von Michael Prelle verkörpert, dessen markante Stimme vor allem in der Vision Saltons zu Beginn der Geschichte besonders gut zur Geltung kommt.
Verena Unbehaun als Mimi Watford sprüht geradezu vor Lebensfreude und auch Peter Weis als John Watford wirkt überaus real und spielt seine Rolle mit Hingabe.
Der Spannungsbogen baut sich kontinuierlich auf und gipfelt in einem infernalischen Showdown, alles untermalt von einem perfekt komponierten Soundtrack.
Die Aufmachung wurde ebenfalls sehr mysteriös und unheimlich gehalten. Die Negativbelichtung verstärkt den Eindruck des Bizarren, ebenso wie das Serien-Logo mit dem krakeligen Schriftzug.
Fazit: Meisterhaftes Hörspiel mit hochmotivierten, professionellen Sprechern und einer filmreifen Musik. Die Besetzung stimmt bis zur kleinsten Nebenrolle und die anspruchsvolle Handlung verspricht beste Gruselunterhaltung bis zum Schluss.
© Florian Hilleberg |