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Edgar Allan Poe, Melchior HalaEdgar Allan Poe Hörspielserie Folge 30 Feeninsel Titelfoto von Simon Marsden Horror, Drama
www.poe.phantastische-hoerspiele.de Leonie Goron ist auf der Suche nach Edgar Allan Poe und findet heraus, dass er vom Sondergericht in New York wegen Mordes und Hexerei angeklagt und verurteilt wurde. Das teilt ihr der Richter Sir Christopher Frank mit, der darüber hinaus auch Zweifel an Poes Identität hat. Leonie weiß, dass sie Poes Unschuld nur beweisen kann, wenn sie den Kopf des Opfers findet, und damit Zeugnis ablegt, dass es nicht verhext wurde. In einem nahen Mietstall ordert Leonie Pferde, Ausrüstung und einen Diener, der sie zu Landors Landhaus begleitet. Doch Joe erweist sich als überaus ängstlich, denn er glaubt, dass das Gebäude verflucht sei, ebenso wie die geheimnisvolle Feeninsel, die ganz in der Nähe in einem kleinen See liegen soll. Dort haben die ersten Siedler eine Kapelle erbaut, die nur noch von einem alten Weib bewohnt wird. Joes Ängste sind wohl nicht ganz unbegründet, denn es scheint ihnen jemand oder etwas zu folgen. In einer alten Schlucht wird Joe plötzlich überfallen und verschleppt, während Leonie den vermissten Kopf findet. Dann fällt auch der Diener dem grausamen Mörder zum Opfer und Leonie soll selbst vom Sondergericht verhaftet werden, nachdem Sir Christopher Frank Landors Landhaus niedergebrannt und alle Beweise vernichtet hat. Die junge Frau flüchtet in den Wald und gelangt schließlich auf die Feeninsel, wo sie Zuflucht findet. Doch die Ruhe ist nur von kurzer Dauer, denn ein alter Feind taucht auf, der Leonie nach dem Leben trachtet … Der Beginn der neuen Staffel ist nicht minder spannend und dramatisch wie die letzte Folge, in welcher Poe erneut zu einem Insassen der Nervenheilanstalt auf Blackwells Island wird, und dass obwohl Poe in der vorliegenden Episode gar nicht mitspielt. Hier wird vor allem auf den weiteren Werdegang von Leonie Goron eingegangen und auf das Schicksal von Dr. Templeton alias Dr. Francis Baker. Letztere erhält hier die Gelegenheit die Geschehnisse als Erzähler in der Ich-Form zu schildern, was dem Autor die einzigartige Möglichkeit bietet, den Hörer intensiv in die Gedankenwelt des Bösewichts eintauchen zu lassen. Dabei bleibt die düstere, unheilschwangere Atmosphäre die komplette Spielzeit über erhalten und wartet am Ende auch mit der einen oder anderen Überraschung auf. Es bleibt spannend in der Welt von Edgar Allan Poe und selten gab es eine Hörspielserie, die den Hörer derart in ihren Bann gezogen hat, dass er es kaum erwarten konnte, die nächste Folge in den CD-Player zu legen. Hinzu kommt der exorbitante Soundtrack, der den morbiden Charme der Handlung perfekt unterstreicht. Der Bonustrack stammt dieses Mal von ELANE, die mit »Nen ar Tasar« einen wirklich wundervollen, epischen Song kreierte, der einem Schauer über den Rücken jagt. Im Anschluss gibt es einen kleinen Epilog, der die Spannung auf die kommenden Folgen noch verstärkt. Das Titelfoto ist unheimlich stimmig und wirkt in der Bearbeitung sehr düster und morbide. Der Inhalt des Hörspiels hält zu hundert Prozent, was die edle Aufmachung verspricht: 75 Minuten düsterromantische Unterhaltung auf höchstem Niveau. Fazit: © Florian Hilleberg |