Dr. Satanos (TSB Nr.40)
vom Tonstudio Braun
Die Romanvorlage zu diesem Hörspiel erinnert unwillkürlich an die Frankenstein Thematik. Nur dass Dr.Satanos kein Monster aus verschiedenen Leichenteilen zusammensetzt, sondern nur die Köpfe unschuldiger Menschen auf andere Körper verpflanzt.
Dr.Satanos haust mit einem buckligen Diener auf einem finsteren Schloss in Südengland.
In den Kellern des Gemäuers befindet sich ein Labor indem der verrückte Professor seine Experimente durchführt.
Es gelingt ihm eine Sensation!
Er kann menschliche Köpfe auf anderen Körpern zum Leben bringen.
Doch nicht jedes Experiment gelingt.
Dr.Satanos bittet seinen Diener Tom, einen Kopf im nahegelegenen Moor verschwinden zu lassen.
Leider verliert der bucklige Diener unterwegs den Kopf und dieser wird von einer ahnungslosen Radfahrerin auf der Straße gefunden.
Die geschockte Frau alarmiert daraufhin den Konstabler des nächsten Dorfes, der den gefundenen Kopf als Beweisstück an sich nimmt.
Tom, der Diener, versucht den Kopf zurückzubekommen, jedoch ohne Erfolg.
Somit wird Scotland Yard auf den Fall aufmerksam und Inspektor Sinclair nimmt sich der Sache an.
Vorher jedoch muss der Konstabler, der den Kopf an die Polizei geschickt hat, einen grausigen Tod erleiden.
Dann tritt John Sinclair auf den Plan.
Auf dem Schloss von Dr.Satanos kommt es schließlich zum großen Showdown.
Bis auf wenige Sequenzen bietet dieses Hörspiel eine unheimliche Atmosphäre.
Die Sprecher wurden gut ausgewählt und Peter Bongartz (John Sinclair) sowie Erwin Scherschel (Dr.Satanos) geben in dieser Folge wirklich ihr Bestes.
Auch die Nebenrollen waren gut besetzt. Man hört zum Beispiel den späteren John Sinclair (Helmut Winkelmann) als den bösen Diener Tom.
Überhaupt trat Winkelmann in den frühen Folgen meist als Bösewicht in Erscheinung.
Die Orgelmusik fällt hier positiv auf , im Vergleich zu späteren Folgen überhaupt nicht nervtötend.
Der Hörer wird quasi 60 Minuten lang gefesselt. Man fiebert förmlich mit und als Fazit kann man behaupten, dass „Dr.Satanos“ ein gelungenes Hörspiel aus dem Hause Braun ist.
© Frank Possmann
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