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Westernlegenden Romanrezension Band 56

Krieg in Dodge City
Western-Legenden Band 56

von Alfred Wallon

65 Seiten/1,50 €
Bastei-Verlag (Verlagsgruppe Lübbe)

Zwei Saloons beherrschten Dodge City zur Zeit des Wilden Westens – der Alamo Saloon von Alonzo B. Webster und der Long Branch Saloon von Luke Short. Aus diesem Konkurrenz-Kampf entwickelte sich der so genannte Piano-Krieg, denn mit allen erdenklichen Mitteln versucht Webster seinen Konkurrenten niederzuknüppeln. Doch der wehrt sich – und holt schließlich ein paar alte Freunde zur Hilfe...

Seit einiger Zeit bin ich wieder regelmäßiger bei den „Western-Legenden“ dabei (genauer gesagt seit Band 54: „Marshal ohne Colt“ von Bill Fargo), dieses Heft hat mir jedoch besonders gut gefallen. Es mag sein, dass es (verhältnismäßig) nicht sonderlich schwer ist, einen Western zu schreiben, der in der Stadt und in Saloons spielt – aber dieser Roman hat einen ganz besonderen Charme und bringt die Saloon-Atmosphäre exzellent rüber (und das schafft beileibe nicht jeder).
Für einige Späßchen war der Roman auch zu haben - ich habe mich prächtig amüsiert, wenn etwa Luke Short mit der schwarzhaarigen Jenny praktisch vor den Augen Alonzo B. Websters schläft oder dieser mit dem zigsten Verbot bei Short hereinspaziert (kaum zu glauben, dass es diese ganzen Verbote wirklich hat geben sollen)...

Äußerst ungewöhnlich für einen Western-Roman übrigens, dass die Geschichte ganz ohne Leiche(n) auskommt. Damit beweist „Krieg in Dodge City“ eindrucksvoll, dass man sehr wohl eine spannende Story schreiben kann, ohne dass dabei unzählige Leichen die Handlung pflastern.
Hat mir sehr gut gefallen, neben „Der Wunderheiler“ (Band 16) mein Favorit bei den Western-Legenden.

© Koopa

 

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