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Die Therapie

Die Therapie
von Sebastian Fitzek

336 Seiten/7,95 €
Knaur Taschenbuch

Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die 12-jährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt. Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus auf einer kleinen Insel zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von schizophrenen Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Haben ihre Halluzinationen etwas mit dem Verschwinden seiner Tochter zu tun? Viktor beginnt mit der Therapie der geheimnisvollen Unbekannten, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird…

Mehr als die allgemeine Vorschau will ich zu diesem Buch nicht als Beschreibung schreiben, denn jedes weitere – erklärende – Wort würde zuviel verraten, würde jegliche Spannung nehmen – denn ein Spruch trifft auf diesen Roman wirklich zu: nichts ist, wie es scheint.
Wie man aus einer solch profanen Angelegenheit einen solch genialen Psycho-Thriller machen kann (und diese Bezeichnung trägt „Die Therapie“ zu Recht!), ist für mich fast eine noch größere Überraschung als die Auflösung.
Ich glaubte, zwanzig Seiten vor Schluss die Lösung endlich zu wissen – und wurde ein paar Seiten weiter eines Besseren belehrt.
Wandlungen und Überraschungen ohne Ende, erst ganz zum Schluss erfährt man, was wirklich los ist.
Was mir allerdings besonders gefallen hat: der Autor hält sich nicht mit Unnötigem auf. Keine unwichtigen Umschreibungen, sinnlose Dialoge oder unnötige Beschreibungen – so stelle ich mir den perfekten Thriller vor! Habe ihn in nicht mal ganz fünf Stunden durchgelesen; wenn man einmal angefangen hat, kann man aufhören, wenn man das Ende kennt.

Dieser Roman ist Sebastian Fitzeks erstes Buch – und ich finde nicht, dass man ihm das anmerkt. Sein Stil gleicht dem eines alt eingesessenen Bestseller-Autors, der ironische Unterton (der im Übrigen besonders auf dessen Homepage, s. u., zur Geltung kommt) gefällt mir sehr gut und insgesamt gesehen ist James Patterson für mich im Gegensatz zur „Therapie“ ein bestenfalls durchschnittlicher Autor – einfach brillant, mysteriös und spannend! Nachdem meine letzte Erfahrung mit dem Buch („Tatort Hannover“) ein Schlag ins Wasser war, hat mir Fitzek das Buch wieder schmackhaft gemacht. Genialer Psychothriller, ich freue mich auf weitere Bücher von ihm.

© Martin Palm

 

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