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Stirb ewig Stirb ewig Alle Achtung: Mit „Stirb ewig“ ist Peter James ein wirklich origineller Plot gelungen, dessen überraschende Wendungen man auf den ersten Blick gar nicht abzuschätzen mag – schließlich wirkt die Story zunächst vollkommen offensichtlich. Besonders fällt hier das hohe Erzähltempo auf, mit dem James seine Leser durch die Geschichte jagt – ohne große Vorrede erzählt er auf über 80 Kapiteln schnörkellos seine hoch spannende Dreiecksgeschichte. Das Bemerkenswerte hieran ist, dass er seine Geschichte mit ziemlich einfachen Mitteln strickt, und das ganz ohne modern gewordene Gewaltorgien wie Beispielsweise in Cody Mcfadyens Debüt-Roman „Die Blutlinie“. Bei den vielen Romanen auf dem Thriller-Markt, in denen es (frei nach dem Motto ‚Blut ist dicker als Spannung’) ein ums andere Mal blutrünstiger zugeht, grenzt ein so guter Thriller mit einem so niedrigen Pegel an Blut fast schon an eine Seltenheit. Stattdessen stehen bei James eher der Effekt der beklemmenden Atmosphäre, die bei den entsprechend inszenierten Szenen in Michael Harrisons Sarg garantiert ist, und eine Mischung aus Mystery und Krimi/Thriller im Vordergrund. Verzeihlich angesichts des hervorragenden Kriminalfalls, dass Hauptperson Roy Grace noch nicht wirklich aus der Masse des von allerlei privaten Schicksalsschlägen gebeutelten Ermittlers hervorsticht - auch wenn James dem bislang einen erfreulich geringen Anteil am Roman eingeräumt hat. Mal schauen, wie sich die sicherlich in den darauf folgenden Romanen fortgesetzte Storyline um das mysteriöse Verschwinden seiner Frau weiterentwickelt. Fazit: Ein erstklassiger Hochspannungsthriller mit beklemmender Atmosphäre und hohem Erzähltempo.
© Martin Palm |