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Ken Bruen und Jason Starr Hard Case Crime Band 3 Flop Übersetzung: Richard Betzenbichler Originaltitel: Bust Krimi / Thriller, Taschenbuch
Über Angela engagiert Max einen Auftragsmörder namens Popeye zur Beseitigung seiner verhassten Ehefrau. Doch ganz so professionell wie angenommen ist der ehemalige IRA-Mann nicht. Ganz im Gegenteil: Popeye alias Thomas Dillon ist ein unberechenbarer Psychopath. Was Fisher nicht ahnt ist, was für eine durchtriebene Rolle seine Geliebte dabei spielt … Die Ausgangssituation dieses Pulp-Krimis ist vergleichbar mit der Geschichte des 2. Bands der im Frühjahr 2008 gestarteten »Hard Case Crime«-Reihe des Rotbuch-Verlags, »Ab-zocker«: In beiden Romanen geht es darum, einen verhassten Ehepartner aus dem Weg zu Räumen, um Platz für einen Liebhaber bzw. eine Liebhaberin zu schaffen. Was beide Stories grundsätzlich voneinander unterscheidet, ist jedoch das, was die jeweiligen Autoren aus dieser Situation machen. Während bei Lawrence Blocks »Abzocker« mehr Leben und Liebe des Trickbetrügers Joe Marlin im Vordergrund standen, liegt der besondere Reiz an »Flop« eher in den immer neuen Wendungen, die das Autorenduo Bruen/Starr aus dieser anfangs recht einfachen Ausgangs-situation spinnt. Hierbei verarbeiten sie etliche Klischees aus dem Bereich: Neben der urklassischen Story um die Ermordung einer Ehefrau wegen einer Geliebten gesellen sich hier nämlich noch der psychopathische Profikiller und der Erpresser hinzu. Die Reaktionen dieser verschiedenen Parteien entwickeln sich schließlich zu einem dynamischen Geflecht, in dem Einflüsse anderer Personen (z. B. Polizisten) schlichtweg überflüssig werden – nun kommt es eigentlich nur noch auf den nächsten Schritt an, der das Geschehen wieder einmal dreht oder ihm eine völlig neue Wendung gibt. Im Zuge dieses von Überraschungen gespickten Romans kommt die Schlusspointe für manchen Leser sicher nicht mehr sonderlich unvorhergesehen. Nichtsdestotrotz ein sehr spannendes Lesevergnügen. Kein ausgefeilter Psychothriller, kein moralischer Zeigefinger – einfach nur ein Krimi, in dem praktisch jede Person schlecht ist. Einziger Unterschied ist hierbei, welche wohl am bösartigsten ist. Bei all dem bleibt auch der (zum Teil recht schwarze) Humor des Romans nicht auf der Strecke, der die Geschichte angenehm ergänzt oder vielleicht sogar ihren besonderen Reiz ausmacht, wie z. B. in einer Szene auf Seite 21, in der Max Fishers Geliebte die Asche ihrer verstorbenen Mutter verstreut: »Als sie die Asche in den Fayle streuen wollte, kam – natürlich – Wind auf, und der Großteil ihrer Mutter wurde zurückgeweht und blieb in ihrem Haar hängen.« Fazit:
© Martin Palm |