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Rezension - Die Rückkehr der Wölfe

Alec Covin
Die Rückkehr der Wölfe
Übersetzung: Monika Buchgeister


Thriller, Taschenbuch
Lübbe, Bergisch Gladbach, Oktober 2008
476 Seiten / 8,95 €
ISBN: 9783404159338

Sie nennen sich die »Wölfe von Fenryder«.
Sie lassen deinen schlimmsten Alptraum wahr werden. In Tusitala sorgten sie für das Grauen. Ihr neues Ziel heißt New York. Die Spur der »Wölfe« führt Detektiv Molder und seine Freundin Sarah Widar in eine Galerie, wo der mysteriöse Maler Forrest Magnus seine Bilder zeigen soll. Doch die Ausstellung endet in einem Blutbad ...

Spannung PUR steht auf dem Aufkleber des Buchcovers. Und das ist nicht übertrieben. In seinem zweiten Roman »Die Rückkehr der Wölfe« führt Alec Covin den Leser von Kapitel zu Kapitel immer tiefer hinab in eine düstere Szenerie, in deren Mittelpunkt die Geheimgesellschaft »Fenryders Wölfe« steht. Diese Organisation, die unter dem Decknamen einer Stiftung für zeitgenössische Kunst und der Führung von Walter Skoll agiert, bedient sich der dunkelsten Mächte und der Ängste ihrer Widersacher und schreckt dabei vor nichts zurück. Sie stellt eine offenbar eine größere Gefahr dar, als jede terroristische Vereinigung. Ihr Ursprung geht auf General Fenryder zurück, eine geheimnisumwitterte Figur aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, die offenbar noch unter den Lebenden weilt, soweit man von »Leben« sprechen kann.
Der geheimnisvollen Gesellschaft auf der Spur sind nicht nur die Behörden, sondern auch der Privatdetektiv Tim Modin, dessen Bruder von der Organisation grausam ermordet wurde, die Journalistin Sarah Wadir, deren Beweggründe zunächst nicht offensichtlich zutage treten, und die die Geliebte des berühmt-berüchtigten Malers Forrest Magnus wird. Nicht ganz uneigennützig, denn Magnus, der in dieser Stiftung eine Vernissage veranstaltet, soll den Verbündeten den Weg in das Innerste der Geheimgesellschaft ebnen, was ihnen auch gelingt. Unterstützung erhalten die Freunde dabei von einer Sekretärin der Stiftung, Jodie Stevenson, deren schwer kranke Mutter eine Kapazität als Historikerin für den Sezessionskrieg ist.
Wenn man den Autor Alec Covin mit Stephen King vergleicht, so geschieht dies nicht zu Unrecht, denn auch er schenkt den Lesern immer wieder zunächst nur einzelne Puzzleteile in Form von geschickt ausgearbeiteten filmreifen Szenen, bis er endlich das fertige Bild enthüllt – oder doch nicht?
Wenn man den Erstroman »Augen der Angst« nicht gelesen hat, wird es an einigen Stellen etwas schwierig, die Zusammenhänge zu erfassen. Alles in allem aber ist »Die Rückkehr der Wölfe« ein actionreicher Thriller, der die Themen Politik und Okkultismus geschickt miteinander verbindet und der den Leser für lange Zeit fesselt.

© Carola Kickers

 

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