Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Taschenbücher anderer Autoren / Romanhelden Thriller - Das verschollene Pergament


Rezension - Das verschollene Pergament

Henri Loevenbruck
Das verschollene Pergament

Mysterythriller, Taschenbuch
Knaur Verlag, München, Januar 2011
544 Seiten / 9,99 €
ISBN: 9783426502365

Ari Mackenzie arbeitet bei der Pariser Polizei als Spezialist für Sekten und Verschwörungen. Nach einem Anruf vom Freund seines Vaters sucht er diesen sofort auf und findet nur noch dessen übel zugerichtete Leiche, festgebunden auf einem Tisch, der Schädel aufgebohrt und das Gehirn verflüssigt und entnommen. Ari kann nicht anders, er muss den Fall verfolgen, obwohl er nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fällt. Nach einem weiteren Mord, der exakt so durchgeführt wurde wie der vorherige, wird klar, dass es sich um eine ganze Mordserie handelt. Dazu kommt die Fotokopie eines seltsamen Dokuments, das Ari in die Finger bekommt und ihm den entscheidenden Hinweis auf eine jahrhundertealte Geheimloge gibt.
Da die Ermittlungen der Polizei nicht vorankommen, wird Ari Mackenzie offiziell dazu gezogen, denn er war den Ermittlern immer einen Schritt voraus. Doch zu diesem Zeitpunkt steht Ari selbst schon im Fadenkreuz des Täters …

Geheimlogen aus dem Mittelalter, mysteriöse Manuskripte, verschollene Pergamente … all das ist aus Thrillern seit dem riesigen Erfolg von Dan Brown nicht mehr wegzudenken. Und ich bin jedes Mal wieder überrascht, wie groß der Fundus an geschichtlichen Fakten und Ideen, die daraus entstehen, ist. So auch in diesem Roman. Henri Loevenbruck gestaltet das Thema auf seine eigene Weise und schrieb wieder mal einen Thriller, um den alle Leser des Genres nicht drum herum kommen können.
Loevenbrucks Stärke ist einmal mehr die Charakterisierung seiner Figuren. Er erschafft nicht einfach nur handelnde Protagonisten, sondern Menschen mit allen Stärken und Schwächen. Insbesondere die Figur des Ari lässt beim Leser ein klares Bild dieses Mannes entstehen. Und trotz all seiner kleinen Macken bleibt der Hauptprotagonist sympathisch, weshalb man beim Lesen mit ihm fühlt und denkt. Aber auch bei allen anderen Figuren beschränkt sich der Autor nicht nur auf Beschreibungen, sondern er haucht jeder von ihnen Leben ein. Bizarr ist die Charakterisierung des Mörders, welche unter anderem durch seine eigenen Gedanken herausgearbeitet wird. Letztendlich bleibt die Suche nach ihm bei allen Recherchen vordergründig.

Fazit:
So gut die Charaktere geschildert wurden, konnte mich insgesamt der Text nicht vollständig überzeugen. Die Spannung litt teilweise an zu vielen Details, die zwar allesamt gut zu lesen waren, aber irgendwie die Handlung auch in die Länge zogen. Nach etwa einem Drittel des Buches habe ich ernsthaft überlegt, ob ich es bis zum Schluss lese. Glücklicherweise zog die Handlung dann nochmal kräftig an und konnte mit überraschenden Wendungen überzeugen.

Bewertung:



Copyright © 2011 by Anke Brandt

 

© by 2011
nach oben Zurück Optimiert für 1024x768 Pixel
im IE & Mozilla Firefox