The Guns of Heaven
(Hard Case Crime No 24)
von Pete Hamil
Taschenbuch: 254 Seiten
Verlag: Hard Case Crime
Auflage: Reprint (September 2006)
Sprache: Englisch
Sam Briscoe ist Reporter und macht in Nordirland nur Halt, weil er einen Deal mit seinem Chef vereinbart hat: Er werde sich mit dem mysteriösen IRA-Chef treffen, wenn er dafür seine Tochter in der Schweiz besuchen kann. Der Deal und das anschliessende Treffen kommen zustande.
Dabei wird dem Reporter ein Umschlag ausgehändigt, den er einer bestimmten Person übergeben soll. Leichtsinnigerweise erklärt er sich dazu bereit. Ein Umstand, der sich als sehr nachteilig auf Sam Briscoe auswirkt, wie auch auf seine 11-jährige Tochter.
Der blutige irische Konflikt findet bald darauf seinen Weg in die Strassen von New York, und Briscoe ist der einzige Mann, der sich dem entgegenstellen kann ...
Wie bei vielen der Autoren, die der Verlag „Hard Case Crime“ aus dem Fundus der verschollenen und nie mehr aufgelegten Bücher rauspickt, habe ich noch nie was von Pete Hamil gelesen. Aber auch hier muss ich sagen, dass ich meine Augen offen halten werde, um zu sehen, was er sonst noch geleistet hat. Hierbei handelt es sich um ein Werk aus dem Jahr 1983, wie ich dem Impressum entnehmen konnte.
Der Roman ist informativ, auch weil er sich aus dem IRA-Konflikt heraus entwickelt. Beim Lesen fühlte ich mich weder erschlagen von der Information, noch dass der Autor eine bestimmte Meinung rüberbringen wollte. Es werden Dinge angesprochen, aber nicht darauf rumgeritten, und der Leser kann sich selber weiter informieren, wenn es ihn interessiert. Krieg ist Scheiße! Das wissen wir alle. Bedenklicher ist manchmal jedoch, woraus solche Kriege entstehen können.
Pete Hamil soll jahrelang selber als Reporter um die Welt gereist sein. Ein Umstand, den er der Figur ganz gut vermitteln konnte.
Ein Roman, der unterhaltsam ist und Spaß macht. Erst recht, wenn man als ein Stammleser der Chicago-Serie gilt, aber mal wieder eine flotte und wirklich gute Schreibe lesen wollte.
© Michel Wuethrich
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