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Rezension - Staub zu Staub

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von
Simone Kühlewind | Gunter Arentzen

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Staub zu Staub
Von Olga A. Krouk


Mystery Thriller, Paperback
Sieben-Verlage, 2007
252 Seiten / 16,50€
ISBN: 978-3940235145

„Er ist gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen!“ (Nach Lk 12, 49)

Als ein Pater nach seinen Endzeit-Prophezeiungen von religiösen Fanatikern umgebracht wird, ist Mirjam die einzige Zeugin. Mit knapper Not gelingt es ihr zu entkommen. Doch sie ahnt, dass sie in ein Verbrechen hineingeraten ist, das viel dunkler ist, als sie es sich vorzustellen vermag. Jetzt selbst in Gefahr, muss sie das Geheimnis des geistig verstörten Paters lüften. Die Spur führt zu dem berühmten Geiger Maximilian Helmgren. Gemeinsam decken sie einen ungeheuerlichen Plan auf und Mirjam weiß am Ende nicht mehr, wer Freund oder Feind ist. Immer tiefer wird sie in die Ereignisse hineingezogen, bis sie schließlich ihre eigene schicksalhafte Rolle erkennt. Doch wer ist Maximilian wirklich? Sein Blut kann heilen, sein Blick hat Macht. Ist er der Sohn Gottes, oder lediglich ein Mensch mit außergewöhnlichen Genen?
Ein packender Thriller über den uralten Zwist von Wissenschaft und Glaube.

Schon der Titel verspricht einen Religionsthriller. Als ich das Trade Paperback dann in Händen hielt und die blutroten Lettern sah, die einen mysteriösen Mann in einer schwarzen Robe überdecken, wusste ich, dass mich ein spannendes Buch erwartet. Meine Hoffnungen wurden allerdings bei Weitem übertroffen! Schon der Prolog ließ meinen Atem stocken.

Das erste Kapitel fängt ganz harmlos an: Wir befinden uns in einem Altenheim, zwei Angestellte zanken miteinander, ein alter Herr wird betreut. Er ist ein ehemaliger Pfarrer, offensichtlich geistig verwirrt, denn er stößt immer wieder seltsame Prophezeiungen aus. Als plötzlich ein Feuer ausbricht und der alte Herr tot aufgefunden wird, beginnt ein Thriller, der spannender nicht sein könnte.

Mirjam und Kristin, die beiden Altenpflegerinnen, begeben sich auf die Spurensuche, weil sie nicht an einen Unfall des Heiminsassen glauben können. Dabei stoßen sie auf Maximilian Helmgren, einen schwedischen Geiger, und Mirjam fühlt sich zu ihm sofort hingezogen, auch wenn sie weiß, dass zwischen ihnen Welten liegen. Nach und nach deckt das Trio Geheimnisse einer ominösen Glaubensgemeinschaft auf, die ihnen nach dem Leben trachtet. Die Verfolger sind davon überzeugt, dass der junge Schwede der wiedergeborene Jesus ist.

Ich habe diesen Thriller nicht mehr aus der Hand legen können. Die Spannung steigert sich immer mehr und am Ende war ich wirklich überrascht! Olga A. Krouk hat mit diesem Debütroman ein echtes Highlight hingelegt: Die Figuren sind so gut beschrieben, dass ich sie vor mir sehen konnte – und trotzdem habe ich sie zum Teil falsch eingeschätzt. Hier wird der Leser mit seinen eigenen Vorurteilen konfrontiert und muss am Ende einsehen, dass die Wahrheit relativ ist.
Neben den spannenden Elementen, die zum Teil recht brutal sind, regt der Roman aber auch zum Nachdenken an. Ist die Bibel, so wie wir sie kennen, wirklich richtig interpretiert? Man könnte einige Stellen auch anders auslegen ...
Das Buch ist phantastisch recherchiert und ich habe viel über die einzelnen Religionen, wie z.B. das Judentum und das Christentum gelernt. Die Kabbala, jene mystische Geheimlehre des Judentums, wird plausibel erklärt.
Als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, war ich sehr traurig, mich von den Protagonisten verabschieden zu müssen. In Maximilian hatte ich mich sogar ein wenig verliebt.

Fazit: Sofort lesen!

Bewertung:

© Simone Kühlewind

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Staub zu Staub
Von Olga A. Krouk


Mystery Thriller, Paperback
Sieben-Verlage, 2007
252 Seiten / 16,50€
ISBN: 978-3940235145

Das Ende der Welt ist nah. Das zumindest glauben Friedmann und seine Anhänger, denn sie sind der Überzeugung, dass der Sohn Gottes erneut auf die Erde gekommen ist, um das jüngste Gericht abzuhalten. Doch Friedmann ist nicht gewillt, die Menschheit so einfach ihrem Schicksal zu überlassen. Als sie Jonathan finden, einen mit übernatürlichen Kräften ausgestatteten Jungen, ist er überzeugt - das und niemand anderes muss der Heiland sein. Und wenn dem so ist, muss er sterben.
Doch es kommt anders und der Junge wird gerettet, um in einem schwedischen Waisenhaus aufzuwachsen.
Jahre später ist aus dem geschundenen Kind ein angesehener Geiger namens Maximilan Helmgren geworden, ohne Erinnerung an das, was einst geschah.
Als jedoch sein inzwischen dementer und in einem Altenheim lebender Retter von Friedmanns Leuten ermordet wird, ist die Jagd auf Maximilan erneut eröffnet. Doch der Mord blieb nicht unbemerkt. Mirjam, eine Pflegerin des Heims, wurde Zeugin. Gemeinsam mit einer Kollegin macht sie sich auf, das Rätsel um die Ermordung des Alten zu lösen. Dabei ahnt Mirjam nicht, in welch große Gefahr sie sich begibt ...

Romane mit religiösen Themen und Verschwörungen schießen in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden. Nun hat sich auch Olga A. Krouk dieser Thematik angenommen und einen spannenden Roman abgeliefert, der sich angenehm von dem Gros abhebt.
Auch wenn das Buch nach einem fulminanten Prolog etwas schleppend in Fahrt kommt, lebt es doch früh von der Dynamik der beiden Protagonistinnen. Wie man es aus Buddy-Movies kennt, müssen die beiden erst zusammenfinden und Freundinnen werden. Witzige Dialoge und Gedanken würzen diese Phase und machen das Buch rasch interessant.
Auch ist es der Autorin gelungen, den Figuren Tiefe zu verleihen. Sie stellt weder die Guten noch die Bösen eindimensional dar. Ja, der Leser fragt sich sogar, ob die Bösen wirklich die Bösen sind.
Kommt die Story einmal in Schwung, geht es fulminant weiter. Bis zum Ende wird der Leser an das Buch gefesselt.
Gewöhnungsbedürftig an „Staub zu Staub“ dürfte jedoch sein, dass die Autorin mehrere Genre mixt. Da ist auf der einen Seite der gut recherchierte Thriller, der dem Geschehen Realismus verleiht. Auf der anderen Seite jedoch gibt es mystische Elemente, die gerade dem Wissenschaftlichen zuwiderlaufen. Die Intention der Autorin, diese beiden großen Kontroversen aufzuzeigen, mit der sich Glauben und Religion seit jeher konfrontiert sehen, wird damit einerseits unterstrichen, andererseits wirkt der Plot damit aber auch inhomogen.
Für zart besaitete Leser eignet sich das Buch nicht, denn die Autorin scheut nicht vor harten Szenen zurück. Diese sind jedoch nicht willkürlich eingestreut. Sie stehen im Kontext und passen zu der Handlung. Die Autorin beweist damit ein Gespür für die richtige Dosis Gewalt, die einen Roman aufwertet, statt ihn beliebig zu machen.

Das Buch an sich hat ein übergroßes Format. Zum einen ist es dadurch schlecht zu halten, zum anderen verbiegt es sich leicht. Ein etwas kleineres Format wäre hier besser gewesen. Der Preis ist für einen Kleinverlag typisch.

Fazit:
Ein ungewöhnlicher Roman, der dem Leser viel zu bieten hat und sich angenehm von anderen Verschwörungsgeschichten abhebt.

Bewertung:

© Gunter Arentzen

 

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