| Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Paperbacks anderer Autoren / Romanhelden Thriller - Spinnenfalle | |||||||||||||||
|
|||||||||||||||
Nina SchindlerSpinnenfalle Thriller, Paperback Die 15-jährige Alex lebt mit ihren Eltern, dem großen Bruder und den kleinen Zwillingsschwestern wohlbehütet in einem Bremer Reihenhaus. Als ihre Mutter verkündet, dass sie wieder arbeiten möchte und deshalb ein Au-Pair-Mädchen in die Familie holen will, sind nach anfänglicher Aufregung alle Familienmitglieder einverstanden und freuen sich sogar auf den Familienzuwachs. Spinnenfalle lebt von der beklemmenden und teilweise ausweglosen Situation, in der Alex, die Ich-Erzählerin, sich befindet. Sie lässt die Leser teilhaben an ihren Gefühlen, Ängsten, Verdachtsmomenten und auch ihren Zweifeln. Der Roman spielt überwiegend im Kreis der Familie und Freunde und erzählt, mit welch niederträchtigen Methoden ein Außenstehender – in diesem Fall das Au-Pair-Mädchen – die Idylle, Harmonie und das Glück untergraben kann. Es ist nachvollziehbar, dass Alex niemand glaubt, wenn die personifizierte Freundlichkeit das Gegenteil behauptet. Und Alex wird immer und immer wieder enttäuscht. Spinnenfalle entwickelt sich als Thriller sehr langsam. Bis zur Hälfte des Buches nimmt der Leser teil am Alltag der Familie Koopmann. Alex‘ Verdachtsmomente sind zwar da, doch das Mädchen beruhigt sich immer wieder selbst. Das steigert sich bin in Selbstzweifel, sie fragt sich immer wieder, ob sie alles richtig interpretiert, was sie hört und sieht. Dann steigern sich die Vorfälle und münden schließlich in ein Finale, welches dann doch ganz ohne großen Paukenschlag auskommt. Die Spannung ist während der ganzen Handlung vorhanden, doch sie bleibt unterschwellig, was sie irgendwie bedrohlicher macht vor der Kulisse dieser harmonischen Familie.
Copyright © 2011 by Anke Brandt |