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Rezension - Schattenrose

Kathrin Tramp
Schattenrose
Covergestaltung: Susanne Dott
Foto: Jan Grüger, Grüger Medien

Thriller, Paperback
Hubert Schmölzl Sach+Fach-Verlag, Werne, März 2010
226 Seiten / 12,50 €
ISBN: 9783981339611

Als Kommissar Damian Rose zu einem Tatort gerufen wird, glaubt er noch an einen ganz normalen Mord. Die Tote ist eine alte Schulfreundin von ihm, und kurz nach ihrer Ermordung erhält er eine Nachricht des Täters, die ihm ankündigt, dass weitere Morde folgen werden. Seinetwegen. Er durchlebt seinen persönlichen Albtraum und macht sich verzweifelt auf die Suche nach dem mordenden Phantom.
Wer ist es, der Menschen aus seinem Umfeld tötet? Und warum?
Schon bald vermutet Damian das Schlimmste. Jemand aus seinem engsten Vertrautenkreis muss hinter den Morden stecken.
Die Jagd nach dem Mörder bringt ihn schnell an seine pesönlichen Grenzen. Doch der hat nur ein Ziel: Ihn zu zerstören …

»Schattenrose« ist der Debütroman der jungen Autorin Kathrin Tramp. Er ist schon etwas Besonderes. Die Storyline wird hier nicht in die gängige Schablone von Krimis/Thriller – Kommissar jagt Mörder - gepresst. In diesem Roman ist es der Autorin gelungen, aus ihrer Sicht die Thematik Dr. Jekyll und Mr. Hyde aufleben zu lassen und diese anhand des Hauptprotagonisten Damian Rose neu zu interpretieren.
Es ist ein Katz-und Mausspiel, welchem der Kommissar und sein Team ausgesetzt sind, ein psychischer Balanceakt, der bis an die Grenzen des Fassbaren geht. Die Schlinge, die der Täter gelegt hat, schließt sich immer enger um Damian. Denn die Opfer gehörten zu seinem unmittelbaren Verwandten- und Bekanntenkreis. Die Storyline führt so weit, dass Damian Rose aus Gründen der persönlichen Sicherheit durch seinen Chef von den Ermittlungen ausgeschlossen werden soll. Doch dies lehnt der Kommissar vehemend ab.

»Schattenrose« lässt erkennen, dass sich die Kathrin Tramp aufgrund ihrer intensiven Recherchen inpuncto polizeilicher Ermittlungstätigkeit gut auskennt. Mit einem für Kommissar Rose anfänglich relativ harmlosen Mord an Jana Riskowitsch gelingt es der Autorin, den Spannungsbogen bis zur letzten Seite sehr hoch zu halten. Geschickt verpackt sie Berufliches und Privates der agierenden Protagonisten in ihrer Story, die sich sehr flüssig lesen lässt. Dabei stören auch nicht die irrsinnig vielen Fehler aufgrund eines sehr mangelhaften Korrektorats. Dies muss nicht die Autorin, sondern der Verlag verantworten.

Cover, Innenlayout und Satz sind ansprechend, die letzten Seiten wurden mit zwei Siegeln »Streng vertraulich« versehen und sollten wirklich erst, nachdem man den Roman zu Ende gelesen hat, geöffnet werden. Eine originelle Idee.

Fazit:
»Schattenrose« fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite. Die Storyline ist wohl durchdacht und logisch aufgebaut. Bleibt zu hoffen, dass es nicht bei diesem Debütroman bleibt und weitere aus der Feder von Kathrin Tramp erscheinen.

Bewertung:



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