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Greg F. GifuneDie Einsamkeit des Todbringers Originaltitel: Blood in Electric Blue Übersetzung: Michael Weh Psychothriller, Paperback, Umschlag in Lederoptik www.festa-verlag.de Die erste Erwähnung eines solchen Lebewesens findet sich im antiken Griechenland, wo Geschöpfe, die sich als Thanatos Katasekevastis (was wörtlich übersetzt Todbringer oder Todschaffer bedeutet) existieren sollen, wenn auch in geringer Zahl. Angeblich sind sie recht friedfertige, traurige, isolierte und einsame Wesen. Als Dignon Malloy in einem Antiquariat ein Buch mit dem Titel Mystische Wesen in einer sterblichen Welt erwirbt, ändert sich schlagartig das Leben des ehemaligen Lieferfahrers. Besessen von der Signatur der vormaligen Besitzerin - »Dieses Buch gehört Bree Harper« - beschließt er, Bree Harper ausfindig zu machen. Zwischen beiden beginnt sich eine Freundschaft zu entwickeln und tatsächlich scheint es, als könne Bree Harper Dignon Malloys emotionale Isolation durchbrechen. Zwar sind Todbringer von Natur aus melancholisch und nicht gewalttätig, dich unter bestimmten Umständen können solche Wesen gefährlich und äußerst unberechenbar sein. Unter der erdrückenden Last der eigenen Bedeutungslosigkeit lebt Dignon Malloy sein zurückgezogenes Leben. Bezugspersonen sind lediglich sein/e Bruder/Schwester, ein Transvestit, und seine Kollegen bei der Lieferfirma. Als sein dortiger Partner getötet wird, wird Dignon beurlaubt und verbringt fortan seine Alltage nahezu isoliert in der eigenen Wohnung. Man ahnt bereits früh, dass es für Dignons Isolation einen Grund gibt, der in seiner Vergangenheit zu suchen ist. Greg F. Gifune drängt den Leser sanft in diese Richtung. Der Tod der Mutter wird erwähnt, und dass sein Vater ihm die Schuld dafür gibt, denn Dignons Mutter starb bei dessen Geburt. Dass Dignon Malloy allerdings einen weit größeren Schaden davon getragen hat, als zunächst angenommen, enthüllt der Autor erst gegen Ende des Romans. Doch hier hat einen der gleichmäßige Sog des Buches schon zu lange erfasst, um sich gegen das bittere Finale wehren zu können. Die deutsche Erstausgabe des Festa Verlags erscheint als Band 2 der Reihe Psychothriller im Taschenbuchformat. Die Verarbeitung ist wie immer hochwertig ausgefallen. Das Covermotiv spiegelt die melancholische Stimmung des Romans wider und passt hervorragend zum Prolog. Auch den einzelnen Kapiteln ist dieses Motiv jeweils vorangestellt, wobei hier der Trick angewendet wird, von Kapitel zu Kapitel mehr in das Bild hinein zu zoomen. So entsteht der Eindruck, dass die abgebildete Person immer näher kommt. Fazit: Copyright © 2011 by Elmar Huber |