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Berliner BlutVon Ullrich Wegerich Broschur mit Fadenheftung Berlin Charlottenburg, Ende der neunziger Jahre. Auf einer Baustelle wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Kommissar Robert Mannheim und seine Kollegin Birgit Allenare nehmen die Ermittlungen auf, die sie in die Hinterhöfe, Hinterhäuser und Hinterzimmer der Großstadt führen. Wie leben die Menschen – jenseits der von den Medien gemalten Hauptstadtkulissen? Die Polizisten stoßen auf gewinnträchtige Immobiliengeschäfte, aber ebenso auf Menschen, die sich mit kleinen Jobs irgendwie über Wasser halten müssen. Sie erfahren von erotischen Leidenschaften und Zwängen, vom Kampf um Macht und vom Gift der Eifersucht. Alle versuchen, ihr Leben zu meistern, und kaum einem wird dabei etwas geschenkt. Alle sind auf der Jagd nach Liebe und nach Geld ... „Berliner Blut“ ist der erste Roman des Autors Ullrich Wegerich. Der Leser begibt sich auf einen Trip durch das Kiez in Berlin-Charlottenburg. Er lernt Hinterhöfe und Ecken kennen, die den Touries bei Stadtrundfahrten durch die deutsche Hauptstadt nicht gezeigt werden. Auf der einen Seite prunkvolle Gebäude, Sehenswürdigkeiten, Regierungsviertel. Auf der anderen das Berlin des einfachen Menschen, der täglich irgendwie sein Leben fristet. Man muss sich schon zu Fuß durch die Straßen von Berlin begeben, um das wahre Gesicht der Großstadt kennen lernen zu können. Heile Welt, deine Welt? Meine bestimmt nicht. Ullrich Wegerich packt solche gesellschaftskritischen Elemente geschickt in einen Mordfall. Der Roman „Berliner Blut“ liest sich recht flott, auch wenn am Anfang der Story die Dialoge ein wenig kopflastig erscheinen. Als Außenstehender vermittelt der Autor dem Leser realitätsnah und detailgetreu die umfangreiche Ermittlungstätigkeit des Teams um Robert Mannheim. Erfrischend ist die Einbindung privater Sachverhalte und Neigungen in die Charakterisierung der Hauptprotagonisten, die den Ernst der Sache an sich auflockern. Auch ein Polizeibeamter hat ein Privatleben, worauf man auch im Dienst zu sprechen kommt. Von „preußischer Dienstvorschrift“, wie andere Kritiker bemerken, weit und breit keine Spur. Fazit: Über den Autor:
© Wolfgang Brandt |