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David Zurdo & Ángel Gutiérrez 616 – Die Hölle ist überall Originaltitel: 616 – Todo es inferno Aus dem Spanischen von Alice Jakubeit Illustration: FinePic, München Paperback, Mysterythriller
Zur selben Zeit untersucht der Jesuit Pater Albert Cloister mysteriöse Ereignisse. Einem Priester wurden im geschlossenen Sarg die Knochen gebrochen. Ähnliches geschah einer alten Frau, die immer noch am Leben ist. Auch bei anderen Vorkommnissen steht immer wieder dieselbe Botschaft im Vordergrund: DIE HÖLLE IST ÜBERALL. In diesem Roman trifft DER EXORZIST auf das SAKRILEG. Die Wissenschaftsjournalisten Zurdo und Gutiérrez schufen einen fundierten und extrem gut recherchierten Mysterythriller, der neben einer Menge subtiler Spannung auch eine interessante Geschichte zu erzählen hat, die mit einer gut durchdachten Pointe aufwarten kann. Zunächst beginnt der Roman recht verworren, und viele Szenenwechsel erfordern eine gewisse Konzentration bei der Lektüre. Doch im Laufe des Buches wächst die Handlung zusammen. Obwohl es so gut wie keine Action im Roman gibt, ist er äußerst spannend und atmosphärisch. Am eindringlichsten und nachhaltigsten sind jene Abschnitte, in denen ein Exorzismus an Daniel durchgeführt wird und Albert Cloister durch Tonbandaufnahmen mit dem Bösen kommuniziert. Die Protagonisten Audrey Barrett, Joseph Nolan und Albert Cloister wurden glaubhaft und vielschichtig dargestellt, sodass man unwillkürlich mit ihnen mitfühlt und mitleidet. Der Spannungsbogen baut sich langsam aber kontinuierlich auf und das Buch weist einige überraschende Wendungen im Handlungsablauf auf. Besonders gelungen ist dem Droemer Knaur Verlag die einmalige Aufmachung: Im Buchdeckel ist die Zahl 616 als Scherenschnitt abgebildet, hinter dem die Flammen des umklappbaren Umschlags zu sehen sind. Das Buch wurde auf hochwertigem Papier gedruckt und die Schrift hat die ideale Größe. Fazit:
© Florian Hilleberg |