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Anthony E. Zuiker, Duane SwierczynskiLevel 26 - Dark Origins Level 26 - Dark Origins, USA 2009 Aus dem Amerikanischen von Axel Merz Titelillustration von Missy Suicide Innenillustrationen von Marc Ecko Psychothriller, Hardcover Die amerikanische Regierung teilt Mörder in 25 Stufen ein. Angefangen bei Level 1: Zufallstäter, bis hin zu Level 25: Folterer und Schlächter. Jetzt hält ein neuer Killer die Strafverfolgungsbehörden in Atem: Sqweegel. Für diesen Serienmörder musste eigens eine neue Kategorie gefunden werden: Level 26. Der leitende Ermittler Riggins wird vom Verteidigungsminister persönlich unter Druck gesetzt. Riggins muss es schaffen, Steve Dark zu den Ermittlungen hinzuzuziehen. Einst hat Sqweegel die Pflegefamilie von Dark abgeschlachtet. Der Sonderermittler hat als Einziger den Serienmörder in Rom gestellt, konnte ihn aber weder festnehmen, noch unschädlich machen. Daraufhin hat sich Steve Dark aus dem aktiven Dienst zurückgezogen und sich geschworen niemals wieder Jagd auf Serienmörder zu machen. Als jedoch Darks schwangere Frau ins Visier von Sqweegel gerät, gibt es für den Ermittler kein Halten mehr. Eine mörderische Jagd beginnt, in dessen Verlauf die Rolle des Jägers nicht klar definiert zu sein scheint … Digi-Novel heißt die neue Marke, mit der eine neue Dimension des Schreckens versprochen wird. Der Roman ist eng verknüpft mit sogenannten Cyber-Brücken, durch die der Leser im Internet Kurzfilme zu der jeweiligen Geschichte ansehen kann. Eine einmalige Mischung aus Film und Roman. Die Idee hierzu hatte Anthony E. Zuiker, der Schöpfer der TV-Kultserie CSI. Und Zuiker startet die Digi-Novel mit einem brisanten und hochspannenden Psychothriller, um einen Serienkiller der Kategorie 26. Als ob das Buch nicht schon packend genug wäre, so wird die Handlung um 20 Kurzfilme bereichert, die mit namhaften Schauspielern gedreht wurden. Mit dabei sind unter anderem Dan Buran (Steve Dark), Michael Ironside (Riggins) und Bill Duke (bekannt aus: PREDATOR). Dabei ist es jedoch nicht zwingend notwendig, dass man die Filme gesehen haben muss, um die Handlung zu verstehen, auch wenn bestimmte Zusammenhänge sonst erst später klar werden. Der optimale Genuss entfaltet sich erst im Zusammenspiel zwischen Film und Buch. Insbesondere die grandiose Darstellung des Schlangenmenschen Daniel Browning Smith als Sqweegel ist sehenswert. Durch die Latexhaut entsteht so ein Serienkiller, der allein durch seine nichtmenschlichen Bewegungsabläufe und sein befremdliches Aussehen Beklemmungen hervorruft. Sqweegel gleicht eher einer menschenähnlichen, weißen Spinne oder einem Reptil, als einem Mann. Die Kapitel sind recht kurz und der Schreibstil des Autorenteams Zuiker und Swierczynski ist minimalistisch und flüssig. Aufgelockert wird das Buch zusätzlich durch die bizarren, surrealen Innenillustrationen von Marc Ecko, sodass die Geschichte zu einem rasanten Pageturner wird. Die häufigen Unterbrechungen durch die Cyberbrücken machen die Lektüre jedoch auch zu einem gewissen Maß sehr hektisch, zumal manchmal nur ein virtuelles Handy zu sehen ist, auf dem der Killer gerade anruft oder eine SMS sendet. Brutal sind die Filme an keiner Stelle, wirklich furchterregend ist vielmehr der Roman als solcher, dessen Handlung stellenweise sehr zynisch und grausam ist. Humor ist nicht unbedingt die Stärke des Autorenteams, aber zum Herumalbern gibt es in der Story auch wenig Gelegenheit. Dafür bekommt man in den Filmen eine wirklich gelungene, bildliche Darstellung der Pro- und Antagonisten geboten. Insbesondere die Rollen von Steve Dark und Riggins wurden kongenial besetzt. Nichtsdestotrotz ist Level 26 eine interessante und originelle Erfahrung, für die man nicht extra bezahlen muss. Es gibt zwar keinen kompletten Spielfilm zu sehen, obwohl die Lust auf einen solchen geweckt wird, aber als multimediale Ergänzung sind die Cyberbrücken einfach großartig. Das Buch liegt gut in der Hand und die Innenillustrationen kommen dank der Größe gut zur Geltung. Papierqualität und Satzspiegel sind hervorragend. Auf dem Cover ist übrigens der Level-26-Killer zu sehen. Im Zusammenspiel mit der düsteren Farbgebung weckt die äußere Gestaltung die Lust am Lesen. Fazit: Copyright © 2010 by Florian Hilleberg |