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Horus
Von Wolfgang Hohlbein Hardcover, Mystery-Thriller
Nach der Lektüre des Buches könnte man sagen, nun weiß ich, wer Jack the Ripper war und warum er niemals gefasst wurde. Wolfgang Hohlbein hat uns dazu seine ganz eigene Theorie vermittelt. Doch eigentlich benutzt er diese Theorie nur dazu, um dem Leser Bastets Weg zu sich selbst nahe zu bringen. Und dieser Weg ist sehr „steinig“. Das Buch mit seinen gut 700 Seiten könnte gewisse Längen haben, doch dem ist nicht so. Wolfgang Hohlbein zaubert in diese 700 Seiten Spannung hinein, weil er den Leser in die Handlung hinein versetzt. Das verleitete mich dazu, die Handlung voraus sehen zu wollen, doch in vielen Fragen gelang es mir nicht. Die Wendungen, die die Geschichte nimmt, kommen immer überraschend und an Stellen, wo man sie zwar vermutet, doch in einer ganz anderen Richtung als gedacht. Was ich zu bemängeln habe, sind die vielen Rechtschreibfehler, die mir aufgefallen sind. Und dass auf Seite 548 Bastet an den Haaren die Treppe hinauf gezerrt wird, konnte ich nicht nachvollziehen. Bastet hat sich ihre Haare abrasiert. Und es ist einfach zu wenig Zeit vergangen, als dass sich nun eine Hand ins Haar krallen konnte. Nur eine Kleinigkeit, doch ich habe mich bis zum Ende des Buches gefragt, warum sich Bast ihr Haar abschneidet. Es wird beschrieben, aber nicht erklärt. Alles in allem ist Horus dennoch ein lesenswertes Buch, welches auf Grund der Spannung und nicht zu vergessen wegen der Beschreibung des London zur Zeit Jack the Rippers zu empfehlen ist. Sicher ist es nicht Wolfgang Hohlbeins bestes Buch, doch es ist eine gelungene Mischung aus Spannung, Abenteuer und Mystik.
© Anke Brandt |