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Rezension - Das Magdalena-Vermächtnis

Kathleen McGowan
Das Magdalena-Vermächtnis

Thriller, Hardcover
Lübbe, Köln, Februar 2011
496 Seiten/ 19,99 €
ISBN: 9783785724156

Die Zeit kehrt wieder.
Der dritte Roman um die Hüterin des geheimen Erbes der Maria Magdalena – Maureen Paschal – führt die Leser nach Florenz, in das Zentrum der Renaissance. Unter Lorenzo de‘ Medici schaffen Künstler wie Botticelli, Michelangelo und Leonardo da Vinci Meisterwerke, die bis heute Rätsel aufgeben. Über allem steht das Wunder der Liebe und nur, wer Augen hat, um zu sehen, kann die Rätsel und Hinweise richtig deuten. Es sind die Lehren, die Jesus in seinem geheimen Evangelium hinterlassen hat.
Maureen soll in die geheimen Lehren eingewiesen werden und reist nach Florenz. Dort empfängt sie der geheimnisumwobene Destino und unterrichtet sie das Vermächtnis der Maria Magdalena. Doch nicht nur die Liebe hat die Zeiten überdauert, sondern auch der Fanatismus. Und zwar in Gestalt einer jungen Frau, die die Lehren der Medici als Ketzerei sieht und zur tödlichen Gefahr für Maureen wird.

Der neue Roman von Kathleen McGowan ist spiritueller denn je. Die Autorin hat die geschichtlichen Hintergründe tiefgründig recherchiert, wie man als Leser schnell feststellt, aber sie hat sie noch mehr interpretiert. Beim nun dritten Band der Autorin wusste ich allerdings diesmal genau, worauf ich mich einlasse.
Die Zeit springt ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart und wird dabei vom immer wiederkehrenden Motto der Magdalena-Anhänger Die Zeit kehrt wieder begleitet. McGowan führt die Zeit zusammen, indem sie Parallelen zwischen den Figuren der Renaissance und der Gegenwart herausarbeitet. Wie ein Mantra zieht sich die Wiederkehr der Zeit durch den ganzen Roman, wirkt aber auf Dauer etwas ermüdend, solange es keine Widersacher gibt. Denn bevor die junge Fanatikerin zum Zuge kommt, ergießt sich der Roman in Liebesschwüren, Erhabenheiten und daraus resultierenden Problemen. Als dann endlich der Mönch in der Vergangenheit und seine Nachfahrin in der Gegenwart die Handlung bereichern, wird in der Liebeserklärung an Maria Magdalena, Jesus, die Medici und ihren Künstlern ein Spannungsmoment sichtbar.
Das Cover, welches sehr an die Romane von Dan Brown erinnert, finde ich zwar gelungen, doch suggeriert es einen ebensolchen Verschwörungsthriller wie beispielsweise Sakrileg. Zwischen diesen beiden Romanen liegen jedoch Welten. McGowans Roman ist einem Genre nur schwer zuzuordnen, was die ganze Sache dann aber auch wieder interessant macht. Denn eines ist der Autorin in meinem Fall gelungen: Sie hat mich sehr neugierig gemacht auf das Leben und Wirken der Menschen zurzeit der Renaissance. Die historischen Abschnitte über die Medici und die Künstler gefielen mir nämlich besonders gut. Auch die Interpretationen der Autorin fand ich teilweise bemerkenswert, was mich während des Lesens öfter veranlasste, eigene Recherchen zu einigen Dingen anzustellen.

Fazit:
Das Magdalena-Vermächtnis ist ein spiritueller Roman für die Liebe. Dessen muss man sich als Leser bewusst sein, denn nur dann kann man all die Informationen, die Kathleen McGowan in den Roman gepackt hat, auch genießen. Die Zeit kehrt wieder ist das Motto des Romans und wird durchweg als Stilmittel benutzt. Dabei appelliert die Autorin an Werte wie Freundschaft, Gerechtigkeit, Aufopferung und eben die Liebe.

Bewertung:



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