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Rezension - Blutadler

Craig Russell
Blutadler
aus dem Englischen von Bernd Rullkötter

Thriller, Hardcover
Ehrenwirth, Lübbe-Verlag
412 Seiten / 19,95€
ISBN: 9783431036237

In der Legende heißt es, dass die Wikinger den sogenannten »Blutadler« als ein Strafritual hatten. Ob dies stimmt, darüber streiten sich die Gelehrten.
In Hamburg wird Hauptkommissar Jan Fabel mit einer Reihe von Opfern konfrontiert, an denen dieses grausame Ritual, das die schmerzen des Opfers bis ins Unermessliche steigert, ausgeführt wurde.
Jan Fabel, der studierter Historiker ist, und sein Team müssen schon bald erkennen, dass nicht nur sie sich für »Son of Sven«, wie sich der Mörder selber nennt, interessieren. Auch der BND schaltet sich in den Fall ein, offenbar geht dieser Fall weit über die Hansestadt hinaus. Daneben muss sich Hauptkommissar Jan Fabel auch noch mit der Politik, einer Gruppe ukrainischer Krimineller und Anhängern eines Odinkultes auseinandersetzen.
Am Ende wird Jan Fabel mit dem schlimmsten Feind seiner Karriere konfrontiert: Wassyl Witrenko, einem mit allen Wassern gewaschenen, grausamen wie intelligenten Mann, der das Team für immer prägen wird...

»Blutadler« ist der erste Roman mit dem Protagonisten Jan Fabel. Zugegeben, zunächst war ich leicht irritiert, dass ausgerechnet ein Brite sich einen deutschen Protagonisten ausdenkt und die Geschichten in Deutschland spielen lässt. Aber dann war ich begeistert. Nicht nur, weil ich selber Schleswig-Holsteinerin mit einem Vater aus Hamburg habe und selber Historikerin mit einem Krimi-Faible bin, nein, weil dieses Buch einfach spannend ist.

Das Buch beginnt schon stark und steigert sich stetig bis zum Herzschlagfinale, wo man wirklich nur noch mit dem Protagonisten und seinem Team mitfiebert. Sehr schön sind auch die Rituale der Wikinger beschrieben und wer Hamburg noch nicht kennt, der wird einige Ecken durch dieses Buch kennen lernen. Aber auch die Hamburger selbst werden ihr Hamburg von einer anderen Seite aus sehen können.

Zugegeben, es ist brutal und teilweise extrem blutig und somit nicht für jeden Krimi/Thriller Fan etwas. Aber es ist spannend zu lesen, bereits mit einem leichten Anflug der Psychologie, die dann in den Folgebänden »Wolfsfährte« und »Brandmal« vorzufinden sind. Ein guter und vor allem gelungener Einstieg in ein neues Ermittlerteam, von dem wir hoffentlich noch viel hören werden.

Bewertung:


© C. Sibilitz

 

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