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Kelwitts Stern Bastei-Verlag (Verlagsgruppe Lübbe)
Die Präambel des Buches klang für mich fast wie ein Märchen. Was wohl auch dazu führte, dass ich den Roman in die Hand nahm. Aber in der Richtung wurde ich enttäuscht. Um es aber gleich vorweg zu nehmen: Es ist keineswegs ein enttäuschendes Buch. Es ist nur nicht das, was ich erwartet habe. Und trotzdem ließ es mich mit zwiespältigen Gefühlen zurück, als ich es beendet hatte. Andreas Eschbach zeichnet den Lauf einer Geschichte auf, die durchaus so geschehen könnte: Ein abgestürztes Raumschiff in Deutschland, kurz vor Weihnachten 1999. Aber wer jetzt „Independence Day“ erwartet oder ein anderes Hollywood-Spektakel, der muss sich auf andere Saiten einstellen, die der Autor anklingen lässt. Kelwitt landet schließlich bei einer Familie, die so ihre eigenen Probleme hat, nachdem ihn ein übereifriger Agent mit sich nahm, aber auf der Autobahn einen Unfall baute. Einige zum Teil skurille Charaktere beherrschen das Buch, und es passiert immer wieder etwas, was mich an der Geschichte hielt. Ich könnte es ebenso als liebenswerte Schreibe bezeichnen, wenn der Autor auch schon mal die Menschen aus der Sicht Kelwittws zeigt, die für seinen Geschmack doch recht abgefahren sind. Und erst recht der Sex ist für ihn doch recht schwer nachvollziehbar. Das erstaunlichste für mich war ja, dass Andreas Eschbach ein so dickes Buch darüber schreiben konnte. Bereits nach den ersten Seiten fragte ich mich, wie er die bloß füllen wollte, da mich der Anfang nicht wirklich in die Geschichte reinzog. Aber etwas an der unterhaltsamen Schreibe ließ mich ausharren. Und schließlich wurde ich auch nicht enttäuscht. Aber im Vergleich zur „Solarstation“ schneidet es doch schlechter ab. Es ist schwierig über ein Buch zu schreiben, das etwas speziell ist und durchaus auch gefallen hat, aber doch nicht ganz den Erwartungen entsprach. Und trotzdem bin ich froh, es gelesen zu haben. – Wie ich schon mal schrieb: Zwiespältig. Am besten selber ein Bild machen. Unter Umständen kann es sich lohnen. © Michel Wuethrich |