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Rezension - Der stille Krieg

Paul McAuley
Der stille Krieg
Originaltitel: The quiet war
Aus dem Englischen von Sara Riffel

Science Fiction, Taschenbuch
Heyne Verlag, München, Juni 2010
720 Seiten / 9,95 €
ISBN: 9783453526624

Dicke SF-Romane sind zurzeit die Regel. Doch manchmal wäre es besser, wenn Autoren sich etwas kürzer fassen und dafür spannender würden. So auch in dem Fall »Der stille Krieg« des englischen Autors Paul McAuley.

In seinem 700-Seiten-Wälzer geht es darum, dass sich die Menschheit gespalten hat in diejenigen, die noch auf der Erde leben und die Natur mithilfe von Biotechnologie wieder instand setzen und diejenigen, die sich während des Ökokollapses in die Kolonien der Mond- und Marskolonien geflüchtet haben. Zunehmend beginnt der Einfluss der Erde auf eben jene Kolonien zu schwinden. Meinungsverschiedenheiten treten auf. Der latente Konflikt droht zunehmend in einen Krieg auszuarten.

Das Thema ist klassisch und daher nicht unbedingt etwas Neues, was aber nicht heißt, dass es weniger faszinierend wäre. Im Grunde genommen ist daher die Ausgangssituation gut gewählt, doch nutzt McAuley diese leider nicht dazu, einen spannenden SF-Roman zu schreiben. Stattdessen ergeht er sich in seitenlangen Beschreibungen technischer Errungenschaften, die dazu führen, dass die Handlung nicht voranschreitet. So tritt McAuley immer wieder auf der Stelle, was eindeutig die Leselust hemmt. Es wäre daher besser gewesen, wenn der Autor sich in manchen Passagen kürzer gefasst und sich dafür mehr auf den Aufbau von Spannung konzentriert hätte. Ähnliches gilt auch für seinen Schreibstil, der etwas trocken und langatmig wirkt und den Leser nicht unbedingt dazu animiert, den Roman zu ende zu lesen. Die Figuren selbst wirken eher oberflächlich, sodass es schwer ist, sich mit ihnen zu identifizieren.

Fazit:
Ein Roman, bei dem das Cover eindeutig besser ist als der Inhalt.

Copyright © 2010 by Max Pechmann

 

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