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Rezension - Collector

Markus Heitz
Collector

Science Fiction, Paperback
Heyne Verlag, München, Mai 2010
500 Seiten/ 14,95 €
ISBN: 9783453526501

Das Universum im Jahr 3042. Die Menschheit besiedelt den Weltraum, wo immer sie existieren kann. Möglich wurde dies durch die Technik von Außerirdischen, die die Menschen zwar nutzen, aber nur ansatzweise verstehen. Dass sie dafür einen hohen Preis zahlen müssen, wissen die Menschen zwar, doch sie arrangieren sich jeder auf seine Weise damit. So auch Kris, der sich für ein Leben als Kutscher auf der Erde entschied. Bis er eines Tages in Ereignisse hineingerät, die sein beschauliches Leben drastisch ändern und er gezwungen wird, nun ebenfalls in den Weltraum aufzubrechen …
Anatol Lyssander hat sein Leben im Weltraum mehr oder weniger hinter sich. Durch sein bisheriges Leben mit der Technik im All büßte er seine Gesundheit ein, was aber zur Folge hatte, das er dadurch eine Fähigkeit erwarb, die nur den wenigsten Menschen zueigen wurde. Er ist in der Lage, auf mentale Weise mit außerirdischen Lebensformen zu kommunizieren und verdiente seinen Lebensunterhalt als Übersetzer. Doch Anatol übersetzte meist so, dass ein größtmöglicher Gewinn für ihn dabei heraussprang, und dies hatte zur Folge, dass er binnen kürzester Zeit in die unendlichen Weiten des Alls fliehen musste.
Anatol ist weg, da erscheinen die Collectors. Außerirdische, die die Menschen unter ihre Obhut nehmen wollen, um sie vor dem Aussterben zu retten. Sind sie wirklich so uneigennützig? Oder verfolgen sie ganz andere Ziele?

Nach Ewigkeiten las ich wieder einmal einen SF-Roman. Die erste Space-Opera überhaupt, oder Space Fiction, wie es in diesem Fall genannt wird. Ich gebe zu, dass ich »Collector« nur las, weil es aus der Feder von Markus Heitz stammt, dementsprechend wird sich auch meine Rezension gestalten.
Zuerst einmal muss ich erwähnen, dass es mir unglaublich schwer fiel, die Handlung mit eigenen Worten wiederzugeben. Die technischen Aspekte des Romans habe ich während des Lesens wohl verstanden, doch merken konnte ich sie mir nicht. Für mich ist das auch nicht schlimm, denn viel interessanter war für mich die Geschichte der Menschen und anderen Lebensformen, die diesem Roman die Handlung verleihen. Und die birgt so einige Überraschungen. Eine davon wird ziemlich am Anfang offenbart, welche der Story zusätzliche Spannung verleiht. Nein, ich verrate nicht, wen ich dabei meine …
Doch auch nun habe ich wieder das Problem, wie ich das Buch bewerten soll, ohne wesentliche Aspekte zu verraten. Deshalb kann ich nur sagen, dass mir das Lesen des Buches viel Spaß gemacht hat, es enthält wirklich alles, was zu einem guten Roman gehört, der den Leser unterhalten aber auch streckenweise zum Nachdenken anregen möchte und niemand sollte sich in diesem Fall vom Genre abschrecken lassen. Markus Heitz schreibt genauso, wie wir es von ihm gewohnt sind. Er baut die Spannung mittels der handelnden Personen auf und beschreibt die Schauplätze so, dass ich als Leser trotz oder gerade wegen der technischen Details alles verstehen und nachvollziehen konnte. Inwiefern dieses Buch nun einen Bezug zum Rollenspiel hat, kann ich nicht beurteilen, da ich kein Rollenspieler bin. Diesbezüglich wird es sicher andere Rezensionen geben, die sich auch mit diesem Sachverhalt auseinandersetzen. Für mich war es ein gelungener Einstieg in das Genre der Space Fiction und wenn sich die folgenden Romane an »Collector« orientieren, dann wage ich zu behaupten, dass die SF viele neue Leser gewinnen kann.

Fazit:
»Collector« bietet neben Spannung und Unterhaltung auch Aspekte, die mich als Leser nachdenklich stimmten. Dabei gelang es Markus Heitz, die Handlung verständlich rüberzubringen, sodass auch neue Leser dieses Genres voll auf ihre Kosten kommen. Mir hat der Roman ausnehmend gut gefallen und ich möchte ihn an dieser Stelle gern weiterempfehlen.

Bewertung:



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