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Siegfried LangerAlles bleibt anders Titelbild und Umschlaggestaltung: Timo Kümmel Science Fiction, Paperback Schlimm genug für Frank Miller, dass er sein Gedächtnis verloren hat. Doch nicht nur das - er wurde offiziell für tot erklärt! Als ihn nicht einmal seine Verlobte Claire wieder erkennt, verwandelt sich sein rätselhaftes Schicksal endgültig in eine Tragödie. Die Frage Was wäre wenn … beschäftigte bereits eine Vielzahl von Historikern. Doch kaum einer von uns kann sich aus heutiger Sicht vorstellen, wenn es den Alliierten 1945 nicht gelungen wäre, das propagierte Tausendjährige Reich zu zerschlagen. Der Autor Siegfried Langer greift diese Thematik in seinem Roman »Alles bleibt anders« auf, welche sich wie ein roter Faden von Seite zu Seite schlängelt. Fank Miller wacht auf einem Gleis des Görlitzer Bahnhofes auf. Nichts scheint ihm so vorzukommen, wie er es kennt. Auf der Suche nach seiner wahren Identität stellt er fest, dass er nicht das finden konnte, was sein eigentliches Ziel ist. Sein unmittelbares Umfeld erinnert ihn an das Wilhelminische Zeitalter mit Droschken, Pferdestraßenbahnen, Pickelhauben tragende Gendarmen, Geschäfte, über denen Colonialwaren steht ... Doch befindet er sich im Jahr 2008. Frank besinnt sich auf das Medaillon mit den Initialen SG, welches er um den Hals trägt, und drückt auf den innen liegenden Knopf ... Rasant lässt der Autor Siegfried Langer seinen Protagonisten Frank Miller in verschiedenen Welten agieren. Obwohl der erste Abschnitt seines Debütromans ausschließlich Passagen der Identitätssuche beinhaltet und ich beim Lesen nicht so recht wusste, wohin die Storyline gehen würde, ist »Alles bleibt anders« randvoll gefüllt mit historisch verbrieften Fakten, die Siegfried Langer stilistisch gekonnt nutzt. Es sind nicht nur die Beschreibungen der jeweiligen Zeitepochen, die die Glaubwürdigkeit dieses Science Fiction Romans unterstreichen. Vielmehr ist es die düstere, beklemmende und gefahrvolle Atmosphäre der jeweilgen Alternativwelt, in der sich die Protagonisten befinden. Solche Passagen wie »... Er möchte wissen, und wir anderen möchten das auch, wo Sie politisch stehen, wie Ihr Verhältnis zu Staat und Partei ist! ... Ich soll mich offenbaren? ... Warum sollte ich das tun?« erinnern mich an die Widerstandsgruppe Weiße Rose mit den Geschwistern Hans und Sophie Scholl sowie deren Kommilitonen Christoph Probst, Willi Graf, Alexander Schmorell und den Universitätsprofessor Kurt Huber oder an den Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke und Peter Graf Yorck von Wartenburg. Solche kleinen Details sind es unter anderem, die Siegfried Langer wortgewandt aufgreift, um die Welt, in welcher Frank und seine Freunde leben, zu charakterisieren. Das Cover von Timo Kümmel vermittelt den düsteren und gefahrvollen Inhalt des Romans. Fazit:
Copyright © 2010 by Wolfgang Brandt |