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Die Ohnmächtigen von Boris Strugatzki Hardcover mit Schutzumschlag
Mit dem Roman DIE OHNMÄCHTIGEN stellt uns Boris Strugatzki seinen zweiten Roman seit dem Tod seines Bruders Arkadi vor. Die Brüder gehörten in der ehemaligen UdSSR zu den meist gelesenen Autoren, die es auch schafften, international bekannt zu werden. Ihre phantastischen Erzählungen haben oft einen ironischen Unterton. Wie auch im vorliegenden Band sparten die Autoren nie mit Sozialkritik. Gerade in der jetzigen Zeit, wo der Ex-Geheimdienstchef und heutige Präsident Russlands, Putin, an der Macht ist, scheint es angeraten zu sein, vorsichtig zu schreiben. Daher kann ich den deutschen Titel, Die Ohnmächtigen, gut verstehen. Der größte Teil der russischen Bevölkerung wird sich heute genau so fühlen. Mit dem Zusammenbruch des alten UdSSR-Regimes schien es eine Zeit der Freiheit zu geben, doch heute muss wieder sehr vorsichtig geschrieben werden. Das zeigt sich an der Handlung, die diesem Buch zugrunde liegt. Für einige Leser entsteht sicherlich der Eindruck, eine flache, kaum spannende Erzählung vor sich zu haben. Werfen wir einen Blick auf Boris Strugatzkis erstes Solowerk Die Suche nach der Vorbestimmung, finden wir den Beginn seines Themas – ohnmächtig der politischen Macht ausgeliefert zu sein. Gerade die Wissenschaftler und anderen Intellektuellen erkennen die Gefährlichkeit des freien Wortes wieder. Aus diesem Grund wird der bestehende Roman als eine Parabel bezeichnet. Wer sich ein wenig mit der russischen Politik auskennt, wird aber mehr als nur die Parabel erkennen. Anderen Lesern wird das Land in der Beschreibung des russischen Wissenschaftlers fremd bleiben. Da fehlt von Seiten des Autors doch ein wenig mehr Beschreibung. Leider bleibt auch Sankt Petersburg etwas farblos. Dennoch, der Roman ist lesenswert, glänzt mit Ideen und unterschwellig mit Ideologien.
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