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Rezension - STAR VOYAGER 1 - Der Virenplanet

E. C. Tubb
STAR VOYAGER 1 - Der Virenplanet
Ein TITAN-Sternenabenteuer
Coverillustration: Andrä Martyne
Umschlaggestaltung und Satz: Mark Freier
Innenillustration: Ralph G. Kretschmann

Sience Fiction, Hardcover mit Schutzumschlag
Blitz-Verlag, Windeck, November 2009
512 Seiten, 24,95 Euro
ISBN: 9783898402811

Weitere Informationen unter www.blitz-verlag.de

Um es kurz zu sagen – der guten, alten Erde geht es ziemlich beschissen.
Naturkatastrophen, Aliens, Gen-Wesen; es macht keinen Spaß mehr, auf Terra zu leben. Zumindest dann nicht, wenn man ein Mensch ist. Darum wird das Projekt STAR VOYAGER initiiert, welches in den Tiefen des Alls nach lebenswerteren Planeten Ausschau halten soll. Prospektorenschiffe ziehen aus, dorthin zu gehen, wo noch kein Mensch war.
Eines davon ist die JEANNE D’ARC, und sie stößt auf ein System, das auf den Karten so nicht verzeichnet ist. Unfälle und mysteriöse Vorkommnisse setzen der Crew der JEANNE D’ARC zu, manche Bordmitglieder verfolgen eigene Ziele und Interessen … Das Unheil nimmt seinen Lauf. Ob die TITAN etwas daran ändern kann?

Romanhandlung in einer Nussschale, so möchte ich meine Zusammenfassung nennen, denn sie ist tatsächlich recht grob. Aber in die Tiefe gehen möchte ich nicht – zum einen würde das Seite um Seite füllen, da verschiedene Handlungsstränge zu einem spannenden Ganzen verwoben werden, zum anderen möchte ich dem Leser keine wesentlichen Details verraten. Daher möge man mir diese Kürze nachsehen …

STAR VOYAGER ist die Fortsetzung der bekannten und beliebten TITAN-Serie und schließt nahezu nahtlos an die vorangegangenen Bände an; es ist sinnvoll, diese zu kennen.
Wer neu in die Serie einsteigen möchte, sei getrost – allzu schwer ist es nicht; zumal sich am Ende des Romans ein Glossar versteckt, welches Einsteigern wertvolle Informationen liefert.
Die Handlung wird flott vorangetrieben, und auch wenn zwei Autoren an diesem Buch schrieben, kommt es nicht zu Inkonsistenzen im Plot. Dies liegt vielleicht daran, dass der Löwenanteil von Matthias Falke verfasst wurde und sich Michael Knoke ganz auf einen einzigen Part konzentrierte.
Was den Stil anbelangt, so merkt man bei jedoch einen deutlichen Unterschied zwischen beiden Autoren, da der von Knoke verfasste Teil wie ein Einschub wirkt. Das kann erfrischend sein, kann den Leser aber auch stören; hier kommt es auf den persönlichen Geschmack an.
Die Personen sind zumeist gut geschildert, die Motive klar nachzuvollziehen. Humor und Erotik kommen ebenfalls nicht zu kurz, sodass sich das Buch trotz seiner 512 Seiten recht angenehm und kurzweilig liest.
Die Verarbeitung ist erstklassig; auch hier bietet der Verlag keinen Anlass zur Kritik. Format und Bindung sind so, wie sie bei einem Hardcover sein sollen. Auch beschränkt sich das Coverbild nicht auf den Schutzumschlag, sondern ist auch auf dem Deckel zu finden; das ist sehr angenehm, denn Schutzumschläge haben hin und wieder die Angewohnheit, zu reißen oder zu verschwinden. Schön also, wenn das Buch auch dann einen guten Eindruck im Regal hinterlässt.

Fazit:
Der Auftakt zu einer neuen TITAN-Serie, der Spaß macht und deutlich in Richtung Space Opera deutet. Gut, dass Nachschub schon zu haben ist …

Copyright © 2011 by Gunter Arentzen

 

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