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Kresley ColeNacht des Begehrens A Hunger Like No Other, USA Aus dem Amerikanischen von Bettina Oder Romance-Fantasy, Paperback Die Halbvampirin Emmaline begegnet auf ihrer Reise durch Europa in Paris dem gut aussehenden, wenn auch ungehobelten Lachlain, dem Anführer des schottischen Clans der Lykae. Nach vielen Jahren der Einsamkeit ist er davon überzeugt, dass Emmaline seine Seelengefährtin ist, obwohl er Vampire zutiefst verabscheut. Er entführt sie auf seine Burg nach Schottland. Emmaline fühlt sich von Lachlains Leidenschaft abgestoßen und verfällt doch seiner dunklen Verführungskunst ... Ein Fest für die Sinne – mit Vampiren, Walküren und Werwölfen! Es ist das Spiel der Geschlechter, gebündelter Erotik, alter Mythologien, wechselnder Schauplätze und vor allem die Entwicklung der Protagonisten – und Antagonisten die »Nacht des Begehrens« ausmacht. Emmaline Troy, blond, blauäugig, Halbvampirin und Mitglied eines wohlhabenden Koven ist der Dreh- und Angelpunkt des Romans. »Emma«, deren verstorbene Mutter eine Walküre und Vater ein Vampir sind, ist der letzte weibliche Vampir und in Paris auf der Suche nach ihrem Vater, aber auch – um sich am Leben zu halten – nach einem Blutdealer, da sie sich nicht überwinden kann, jemanden zu beißen und von ihm zu trinken. Emma macht der grobe Umgang, den er mit ihr pflegt und seine männliche Erscheinung Angst, besonders als sie erfährt, dass er ein Lykae ist, dennoch lässt sie sich auf ihn ein. Zögerlich (da sie noch unberührt und unerfahren ist), widerwillig – doch es erstaunt nicht – im Verlaufe des Bandes immer bereitwilliger. Passt ihre Entwicklung während der Handlung doch auch dazu, dass sie sich schon länger danach sehnt, eine eigene Identität zu erlangen und eine eigene Seite in dem von den Walküren verehrten »Buch der Kriegerinnen« zu erhalten. Lachlain ist hin- und hergerissen zwischen dem, was ihn zu Emma zieht und seinem lange gewachsenen Hass auf Vampire, deren Art zu leben ihn anwidert. Demzufolge hat er schon unzählige Blutsauger umgebracht und er droht anfangs auch Emma damit. Doch sie übt einen unwiderstehlichen Reiz auf ihn aus und weckt seine Lust in einer tiefen, urwüchsig sexuellen Weise. Lachlain ist der starke bezwingende männliche Part des Bandes – der aber im Lauf der Handlung auch seine Ängste und Verunsicherungen offenbart und durchaus nicht nur brachiale Züge nach außen trägt. Die Leser erhalten ebenso erste Rückblicke auf Emmas Leben und Kindheit – aber auch auf einzelne Stationen in Lachlains Leben. Letzterer verspürte erste Eifersuchtsanwandlungen in sich, als er die Männerblicke bemerkt, die die hübsche Emma dank ihrer teils sehr aufreizenden Kleidung auf sich zieht. Als Emma und Lachlain endlich Kinevane erreichen, werden die einzelnen Handlungsstränge immer mehr verzahnt und durch interessante neue Charaktere (und Andeutungen ihrer Geschichte) versehen: Lachlains jüngerer Bruder Garreth, der mittlerweile wie die Walküren in New Orleans lebt, Bow, Lachlains ältester Freund – und natürlich taucht auch eine andere Frau aus Lachlains Vergangenheit auf. Kresley Cole gelingt etwas, das man anerkennen muss – mag man auch noch so kritisch den neuen Fantasy Romance-Romanen gegenübersteht: sie verquickt geschickt verschiedene Mythologien, sehr unterschiedliche Handlungsebenen und eine Vielzahl neuer Charaktere, die sie in diesen Auftaktroman »packt«. Und das auf lockere, unterhaltsame und humorige Art. Aber auch der Part der Vampire kommt nicht zu kurz, so taucht Ivo, der Grausame, und seine Vampirbande sporadisch in der Handlung auf und liefert den Walküren, aber auch Lachlain den ein oder anderen Kampf. Aber auch Lothaire, ein Dämonenvampir und uralter Feind der Walküren taucht auf. Je mehr sich der Band dem Ende nähert desto turbulenter wird es, und jeder scheint mit jedem im Kampf zu stehen, aber auch jeder mit sich selbst und sie alle mit ihrer Vergangenheit – und somit findet der Band ein teils actionreiches – aber auch emotionales Finale, wie es sich wohl jede Leserin wünscht, die eine gute Verquickung von Vampirthema, Liebesroman, Action und Mythologie suchen. Die Aufmachung des Bandes ist ebenfalls ohne Fehl und Tadel. Das Format ist wundervoll handlich, Satz und Papier erstklassig und die bebilderte Klappenbroschur sehr ansprechend und künstlerisch umgesetzt. Im Anschluss an den Romantext findet der Leser auch noch ein Glossar »Aus dem Buch des Mythos«. Leserinnenherz was willst du mehr? Fazit: © Alisha Bionda |