Gavin Baddeley
Goth Chic
Der Inside-Guide über die schwarze Szene
Originaltitel: Goth Chic - A connoisseur's guide to dark culture
Sachbuch, Hardcover
Heel-Verlag, Königswinter, 2009
288 Seiten, zahlreiche s/w Abbildungen, 19,95 €
ISBN: 9783868520071
www.heel-verlag.de
Goth Chic beleuchtet die faszinierende Gothic-Kultur von innen. Aus einer Pop- und subkulturellen Perspektive zeigt es die verborgenen Juwelen der Underground- sowie der Mainstream-Erscheinung, indem es die wichtigsten, aufregendsten und ungewöhnlichsten Werke, Figuren und Ideen in den verschiedenen Bereichen der dunklen Kultur auswertet, einschließlich Vampirkult, Horror-Comics, Fetisch-Clubs und Gothic-Rock-Superstars.
In seinem Buch »Goth Chic – Der Inside Guide über die schwarze Szene« versucht der englische Autor Gavin Baddeley die Goth-Bewegung zu analysieren und sucht nach den Wurzeln der schwarzen Szene.
Doch in seiner Einleitung stellt er bereits fest, es sei nicht einfach, die Bewegung zu definieren, letztendlich sei sie seit jeher eine Gegenbewegung zum Alltäglichen.
Baddeley zeigt im gesamten Buch auf, welche Ursprünge noch heute zu finden sind.
Die Gothic-Szene ist in den 1980er Jahren aus der sterbenden Punk-Szene entstanden.
Die Wurzeln der Bewegung sind jedoch schon im endenden 18. Jahrhundert zu finden.
Es entsteht die »Schauerromantik« und Klassiker wie Mary Shelleys »Frankenstein« und Bram Stokers »Dracula« werden geschrieben.
Gavin Baddeley erläutert aber nicht nur diese Klassiker, sondern geht auch auf die Weiterentwicklung in die Genres Horror und Dark Fantasy ein, welche großen Einfluss auf »Goth« haben. Hierbei werden Autoren wie H.P. Lovecraft genannt, aber aktuelle Schreiber wie Stephen King oder Clive Barker.
Der Film beeinflusst die Szene ebenso. Es werden Klassiker wie »Nosferatu«, Schauspieler wie Christopher Lee, Regisseure wie Tim Burton und Serien wie »Die Addams Family« genannt.
Ebenso wichtig ist auch die Musik für Goths, welche sich im Lauf der Zeit verändert hat, die Texte, meist zynisch und böse, jedoch immer noch eine große Rolle spielend.
Man kann nicht unbedingt einen typischen Musikstil feststellen, da auch andere Richtungen wie die Metal- oder Technoszene Einfluss auf die Entwicklung haben.
Fazit:
Insgesamt gibt das Buch Einsicht in die schwarze Szene, zeigt, wie wandelbar und vielfältig diese ist und schon seit mehr als 20 Jahren existiert. Es erfolgt keine Bewertung, der Leser soll sich selbst einen Überblick verschaffen, wie Goth nun entstanden ist und wie die Szene sich verändert hat.
Das Sachbuch lädt zum Lesen ein und beinhaltet viele ansprechende Bilder.
Man entdeckt viele Elemente, die man womöglich selbst schon gesehen oder gelesen hat.
Jedoch ist das Buch nur aus Sicht des Autors geschrieben, über Goths direkt bleibt Baddeley sehr vage und man erhält nicht den Blick in die Szene, den man des Titels nach erwartet hätte.
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