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Rezension - Detektivin mit siebtem Sinn

Victoria Laurie
Abby Cooper, Band 1
Detektivin mit siebtem Sinn
Psychic Eye, USA, 2004
Aus dem Amerikanischen/Englischen von Angela Koonen
Titelillustration von Ramona Popa
Titelgestaltung von HildenDesign, München

Romantic Thrill, Taschenbuch, Klappenbroschur
LYX, Köln, Dezember 2010
320 Seiten / 9,95 €
ISBN: 9783802582837

Als professionelles Medium kommuniziert Abby Cooper mit der Welt der Geister, um ihren Klienten die Zukunft vorherzusagen. Da wird eine ihrer Klientinnen tot aufgefunden, und der gut aussehende Kommissar Dutch stattet Abby einen Besuch ab, um sie zu dem Mordfall zu befragen. Zwischen beiden fliegen augenblicklich die Funken. Das einzige Problem dabei: Dutch glaubt nicht an Übersinnliches. Abby beschließt, auf eigene Faust die Ermittlungen aufzunehmen und gerät dadurch schon bald in höchste Lebensgefahr. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der sie immer wieder mit dem charmanten Dutch zusammenführt ...

Abigail Abby Cooper, 31 Jahre und Single, lebt in Royal Oak einer Vorstadt von Detroit. Die hübsche Frau mit dem taillenlangen blonden Haar betreibt als Medium das Abby Cooper P.I. (Private Intuitivberatung). Sie steht mit fünf Geistern in Kontakt, die sie ihre Crew nennt, weil sie ihr in allen Lebenslagen und bei ihrer Arbeit als Informationsquellen dienen.
Zu den leibhaftigen Wesen ihres Lebens zählen Catherine, kurz Cat genannt, Abbys Schwester, Selfmade-Multimillionärin, elegant, blond, glücklich verheiratet, zweifache Mutter, engste Vertraute von Abby und Dave, Abbys Handwerker und Geschenk des Himmels (da gut und bezahlbar), nebst Eggy, Abbys Dackel, der eine Vorliebe für Eier hat, der er seinen Namen verdankt.
Und das ist noch Theresa, ebenfalls ein Medium, Abbys Freundin, Tutorin und Geschäftspartnerin. Sie will jedoch mit ihrem Mann Brett nach Santa Monica (Kalifornien) ziehen.
Die Aussicht bald alleine zu sein, veranlasst Abby dazu, sich mit einem Mann, den sie über eine Internet-Kontaktbörse kennengelernt hat, zu verabreden: Dutch Rivers, einem der attraktivsten Männer, die Abby je getroffen hat, mit rauchig-samtiger Stimme.
Das Anziehendste an ihm sind seine blauen Augen – und er entpuppt sich als Cop.
Einer, der zwar himmlisch gut küssen kann, sich jedoch nicht wie versprochen nach dem Date meldet, damit Abbys Ärger heraufbeschwört, aber dann plötzlich morgens dienstlich vor ihrer Haustür steht, mitsamt Partner Milo Johnson, der Abby schon eine Weile auf Schritt und Tritt gefolgt war.
Die beiden Cops ermitteln in einem Mordfall. Zu Tode kam ein vierjähriger Junge, von dem Abby bereits gesehen hatte, dass er tot ist – was sie Dutch freimütig und entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit, bei ihrem ersten Date erzählt hatte.
Nun wurde die Leiche des kleinen Jungen gefunden. Nachdem die beiden Cops die Vermutung geäußert haben, dass Abby mit der Mutter des Jungen in Kontakt gestanden haben muss, um an diese Infos heranzukommen, fertigt Abby die beiden Cops kühl und sachlich ab und liefert Milo Johnson noch eine Kostprobe ihres hellseherischen Könnens. Dann verweist sie die beiden Männer des Hauses.
Allison Pierce sucht Abby als Klientin auf, Abby warnt sie vor einem dunkelhaarigen Mann aus der Vergangenheit, der ihr gefährlich werden könnte.
Wenig später wird Allison mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden. Von ihrer Freundin Connie Franklin erfährt Abby, dass sich schon Allisons Schwester zuvor angeblich umgebracht haben soll.
Und schon ist Abby in den nächsten Fall verwickelt, bei dem sie selbst in Gefahr gerät – doch Dutch hat ein Auge auf sie und nicht nur das.

Nun gilt es einige Fragen zu klären:

  • Wer ist der dunkelhaarige Mann, den Abby als potentiellen Mörder der Schwestern sieht?
  • Was geschah in Ohio, wo die Schwestern vorher lebten?
  • Was hat es mit Marco Ammaretti, dem Verlobten von Allisons Schwester auf sich?

Doch auch privat ist einiges ungeklärt:

  • Spielt Dutch ein doppeltes Spiel mit Abby?
  • Wie steht er zu seiner getrennt lebenden Frau, die plötzlich auftaucht?
  • Was empfindet er für Abby?

Der Band führt auf lebendige Weise eine toughe, moderne und teilweise herrlich aufsässige Serienheldin ein, die ihr Leben auf geistreiche Weise meistert und den Leser wunderbar unterhält. Besonders der Humor, den die Autorin in ihren Text webt, ist erfrischend natürlich und wirkt nicht bemüht oder aufgesetzt. Das macht Abby Cooper zu einem Lesevergnügen pur und erlaubt es für einige Stunden aus dem Alltagsleben abzutauchen.
Als Bonbon gibt es im Anschluss noch eine längere Leseprobe aus M.J. Holliday - Geisterjägerin (Rendezvous um Mitternacht, Bd.1), einer weiteren Serie der Autorin.
Und einige unfreiwillige Schmunzler bei Stilblüten wie einen schmunzelnden Blick werfen, den das Lektorat übersehen hat.

Die Aufmachung ist wie von LYX schon gewohnt sehr ansprechend. Kleines handliches Taschenbuch, mit künstlerisch verschönter Klappenbroschur und sehr hübschen Illus zu jedem Kapitelanfang – einzig die auf dem Cover abgebildete Abby Cooper kommt der Serienheldin nicht wirklich nah.
Aber wenn man so leicht und locker unterhalten wird, kann man da ebenso leicht und locker drüber hinwegsehen.

Fazit:
Spritzige, humorvolle und kurzweilige Einführung einer Serienheldin, von der man mehr lesen möchte! Absolut empfehlenswert.

Copyright © 2012 by Alisha Bionda


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