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Rezension - Das Gesetz der Vampire

Mara Laue
Das Gesetz der Vampire

Okkult-Krimi, Taschenbuch
Verlag Torsten Low, November 2010
488 Seiten/ 15,70 €
ISBN: 9783940036070

Der Polizist Ashton Ryder verliert seine Frau Mary, die von einem Vampir getötet wird. Auf der Beerdigung lernt er den Privatdetektiv Harold Quinn kennen. Quinn kennt Marys Mörder und gibt Ashton die Chance, den Tod seiner Frau zu rächen. Ryder tritt der Detektei PROTECTOR bei und wird Vampirjäger.
Nach 10 Jahren endlich gelingt es ihm, Marys vermeintlichen Mörder zu töten, doch dafür muss er einen hohen Preis bezahlen, denn die Geliebte des Getöteten verwandelt Ashton Ryder daraufhin ebenfalls in einen Vampir. Nun wird Ryder vom Jäger zum Gejagten. Dennoch macht er auch weiterhin Jagd auf seine nun eigenen Artgenossen, bis er von den Wächtern gestoppt wird. Und die Wächter sind es auch, die Ashton mit seinem neuen Dasein vertraut machen und ihn dazu bringen, sich in das Dasein als Vampir zu fügen und vor allem deren strenge Gesetze zu befolgen. Dies fällt Ashton nicht leicht, da er sich einfach nicht mit seiner neuen Daseinsform abfinden will.
Erst als er einer Verschwörung auf die Spur kommt, die seine detektivischen Fähigkeiten auf den Plan ruft, lernt er mehr und mehr zu verstehen. Und er muss sich entscheiden, auf welche Seite er gehört.

»Das Gesetz der Vampire« ist genau der Roman, den ich nach der Ankündigung von Mara Laue erwartet hatte. Ein äußerst gefälliger Schreibstil, einschlägige Namen der Protagonisten und dazu eine spannende Handlung ganz im Stil ihrer erfolgreichen Online-Serie »Sukkubus«. Mit einem entscheidenden Unterschied – in diesem Roman konnte die Autorin die Handlung viel komplexer aufbauen und den Figuren viel mehr Tiefe verleihen, als das im Umfang eines Heftromans möglich ist. Und dies ist dann auch der positivste Unterschied zu dem, was ich bisher von Mara Laue gelesen habe. In diesem Roman nimmt sie sich Zeit für beinahe jede Figur, die sie auftreten lässt. Dabei entwickelt sich die Handlung fast schon von selbst, möchte man an manchen Stellen meinen.
Insgesamt ist der Roman in sich stimmig, birgt aber keine überraschenden oder übertriebenen Wendungen. Die ganze Handlung liest sich flüssig, man taucht regelrecht mit ein. Besonders gelungen fand ich die Charakterisierung von Ashton Ryder, der glücklicherweise nicht von Beginn an der große Held ist, sondern Fehler macht und in seinen Selbstzweifeln fast zugrunde geht und dabei teilweise ungerecht bis unsympathisch agiert.
Interessant für mich war natürlich im Roman der Part von Sam Tyler, bekannt aus der schon erwähnten Serie Sukkubus. Solche Überschneidungen mag ich sehr gern, um eine Figur, die sonst die Hauptrolle spielt, mal von einer anderen Seite kennenzulernen. Das ist Mara Laue auch gut gelungen. Sam fügt sich in ihre Nebenrolle, obwohl sie entscheidende Handlungen vollführt.

»Das Gesetz der Vampire« ist dem Genre Okkult-Krimi zugeordnet. Darauf möchte ich explizit nochmals hinweisen, um falschen Erwartungen an das Buch vorzubeugen. Es handelt sich eben nicht um einen reinen Vampirroman, wie man zunächst vermuten würde. Natürlich geht es um Vampire, doch wie gewohnt von der Autorin gibt es bei ihr keine Schwarz-Weiß-Malerei. Vampire und alle anderen nichtmenschlichen Wesen leben und agieren neben den Menschen, mit eigenen Gesetzen, die an das Leben in einer menschlichen Welt angepasst sind. Liest man eine Geschichte von Mara Laue, dann möchte man glauben, dass Vampire, Werwölfe, Dämonen usw. tatsächlich neben einem selbst existieren. Innerhalb der Rassen gibt es Gut und Böse, genau wie bei den Menschen auch. Jedoch wird dies nicht pauschalisiert. Und so kommt es eben, dass die kriminelle Handlung gemeinsam von verschiedenen Wesen geplant und auch bekämpft wird.

Fazit:
Mit »Das Gesetz der Vampire« ist Mara Laue ein Auftaktband gelungen, der neugierig macht auf mehr. Das Leben der Vampire mit ihren eigenen Gesetzen ist glaubhaft beschrieben und die Krimihandlung sorgt für die nötige Spannung, um das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Lediglich zum Ende hin wurde mir die Handlung etwas zu versöhnlich, fast schon kitschig. Allerdings passt eben genau dieser Schluss zu diesem Roman, denn irgendwie bleibt das Gefühl zurück, dass vielleicht doch nicht alles so harmonisch bleibt, wie es zunächst den Anschein hat.
Ich freue mich jedenfalls schon auf den 2. Band.

Bewertung:



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