
Rezension - Winterkill

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Josh Erikson
Winterkill
Mystery-Thriller, Paperback
Verlag Carl Ueberreuter, Wien, Juli 2010
302 Seiten/ 14,95 €
ISBN: 9783800053100
Die Indianerin Sarah lebt seit 2 Jahren in Chicago. Seit sie gegen den Bruder eines Mafia-Bosses ausgesagt hat, ist sie im Zeugenschutzprogramm. Sie arbeitet in einem Museum, wo sie ihren indianischen Wurzeln nah bleiben kann.
Doch dann geschieht das Unfassbare. Sarah wird erkannt und die Jagd beginnt.
Die junge Frau muss fliehen. Ihr einziger Helfer ist der Blizzard, der in dieser Nacht in Chicago wütet, doch ist er ihr auch wohlgesonnen? Der Wintergeist der Indianer, Wendigo, kommt mit den kalten Stürmen und holt die Seelen. Was hat es mit der Stimme auf sich, die Sarah immer dann hört, wenn die Kälte noch um Einiges am Zunehmen ist?
Sarahs Flucht scheint planlos und auch aussichtslos zu sein. Neben der Stimme hat sie immer wieder Begegnungen mit Menschen, die ihr zwar eigentlich helfen sollten, aber das rote Glühen in ihren Augen lässt sie immer wieder davonlaufen.
Nur dem Taxifahrer Ethan vertraut sie, doch auch vor ihm scheint sie irgendwann nicht mehr sicher zu sein.
Und so läuft Sarah um ihr Leben …
Hinter dem Pseudonym Josh Ericson verbirgt sich ein Autor, der sich mit dem Leben der Indianer genauso gut auskennt wie in seiner zweiten Heimat Chicago. Deshalb präsentiert er den Lesern nicht einfach nur einen Thriller, sondern vermittelt nebenbei auch tiefgründige Einblicke in das Leben der Indianer heute und er beschreibt Chicago so, dass man eine Vorstellung von Sarahs Flucht quer durch die Stadt bekommt. Dennoch bleibt die Handlung als solche immer vordergründig und die lässt den Leser trotz der allumfassenden Kälte ganz schön ins Schwitzen kommen. Der Autor legt ein Tempo vor, welches der Flucht der jungen Frau in nichts nachsteht.
Obwohl er den indianischen Wintergeist von Anfang an agieren lässt, bleibt doch bis zum Schluss der Zweifel, was an der Legende wirklich dran ist. Und vor allen Dingen, warum er ausgerechnet Sarah auf den Fersen ist, die doch eigentlich schon genug damit zu tun hat, den beiden Mafiakillern zu entfliehen. Es werden Andeutungen gemacht über die Ursache des Erscheinens vom Wendigo, doch welche Rolle Sarah dabei innehatte, bleibt zunächst unklar. War sie da genauso unschuldig wie bei der Zeugenaussage? Oder hat sie ihre Schuld nur verdrängt? Diese Frage wird erst ganz am Ende beantwortet und verleiht der immensen Spannung des Romans auch die nötige Portion Dramatik, die diesen Thriller so lesenswert macht.
Was die Handlung selbst angeht, erfindet Josh Ericson das Rad nicht neu, aber er bedient sich einer modernen Sprache, die es auch jugendlichen Lesern leicht machen sollte, sich in die Handlung hineinzuversetzen.
Fazit:
Insgesamt ist Josh Ericson mit »Winterkill« ein spannender Roman gelungen, in dem er Elemente des Krimis mit dem Mystischen verbindet und die Story dabei glaubhaft an die Leser vermittelt. Auch wer nicht an alte indianische Legenden glaubt, wird an diesem Roman Gefallen finden.
Copyright © 2010 by Anke Brandt |
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Josh Erikson
Winterkill
Mystery-Thriller, Paperback
Verlag Carl Ueberreuter, Wien, Juli 2010
302 Seiten/ 14,95 €
ISBN: 9783800053100
Über Chicago wütet der heftigste Wintersturm, den diese Stadt je erlebt hat. Candy Morgan hört im heulenden Wind eine leise, fordernde Stimme, die sie dazu verführt auf einem Hochhausdach zu stehen und in den Tod zu stürzen.
Im Chicagoer Museum ist Sarah dabei, eine Ausstellung über die Indianer fertigzustellen, wobei ihre Mitarbeiterin ein Bild von einem Wendigo ausfindig macht. Dieses Bild nimmt sie so gefangen, dass sie fast das Opfer eines Unfalls wird, auch weil sie meint, die Stimme und ein Bild des Wendigos in der Strasse gesehen bzw. gehört zu haben. Gerade rechtzeitig kann sie ein junger Mann vor dem Tod durch einen LKW retten. Es ist Ethan, der in der Folge eine grössere Rolle spielen wird. Im Starbucks, einem Billig-Kaffee-Laden, dessen Kaffee meist in Pappbechern serviert wird, wartet sie auf ihrer Mitbewohnerin Carol. Als sie nach Hause kommt, findet sie Carol zusammengeschlagen. Für Sarah Anderson beginnt ein Alptraum. Zwei Mafiakiller warten in ihrer Wohnung! Sie kann entkommen, weil plötzlich ein Hund in die Wohnung stürmt.
Der jungen Ojibway-Indianerin, wie die Anishinabe Indianer genannt werden, droht weiter Gefahr. Vier junge Frauen hatten sich einst den Zorn eines Indianers zugezogen. Sarah gehörte zu ihnen. Der Indianer machte sie für den Selbstmord seines Sohnes verantwortlich. Niskigwun beschwört den Wendigo - den Wintergeist der indianischen Legenden. Die Nacht in den Chicagoer Strassenschluchten wird für sie zum Alptraum. Und immer wieder taucht Ethan auf.
Thomas Jeiers »Winterkill« entpuppt sich als ein spannendes und geheimnisvolles Grossstadtabenteuer. Die Geschichte spielt mit den Mythen der indianischen Kultur Amerikas. Mit dem geheimnisvollen Wendigo greift der Autor die Mythologie eines Wesens der Anishinabe Indianer auf. Ein Wendigo ist ein übernatürliches Wesen aus der Mythologie der Anishinabe Indianer und steht für Völlerei. Das grausame Wesen ist bekannt für seine Brutalität, den unstillbaren Hunger nach Menschenfleisch und hat ein paar Ähnlichkeiten mit den europäischen Werwölfen, wenn es um Gestaltwandlung geht.
Der Autor, der unter seinem Pseudonym Josh Ericson schreibt, erzählt innerhalb der Geschichte auch viel über die Hintergründe der tatsächlichen Geschichte und etliches über das Leben in indianischen Reservationen. »Winterkill« ist handlungs- und actionreich komponiert, besitzt zahlreiche interessante Wendungen und fasziniert beim Lesen durch einen hohen Spannungsgrad. Dabei werden Krimi-Elemente und Mysteriöses gekonnt miteinander verbunden. Dies Ganze wird aus den Augen der Heldin Sarah Anderson gesehen und beschrieben. Deren Rolle bleibt lange ungeklärt. Ist sie nur Opfer? Ist sie eine Auserwählte? »Winterkill« ist ein geheimnisvoller Roman, der vieles im undurchdringlichen Nebel angedeuteter Beschreibungen versteckt. Das Zusammenspiel zwischen dem Wintergeist genannten Wendigo und Sarah bleibt lange Zeit unklar.
Josh Ericson schuf ein ganz besonders Winter-Jugendabenteuer mit einer phantastischen Entwicklung zu einem frostig-fantastischen Mystery-Thriller. Ein kurzweiliges Lesevergnügen, am Besten im Winter bei hohem Schnee und wütenden Winterstürmen vor dem Kamin zu lesen.
Copyright © 2010 by Erik Schreiber |
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