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Rezension - Die Exorzistin - Band 1 - Dämonenkuss

Jenna Black
Die Exorzistin - Band 1
Dämonenkuss
The Devil Inside, Bantam Dell, USA/New York, 2007
Aus dem Amerikanischen von Markus Bennemann
Titelfoto von flonline
Titelgestaltung von ZERO Werbeagentur, München

Mystery, Paperback
Verlagsgruppe Droemer Knaur, München, Mai 2009
400 Seiten/7,95 €
ISBN: 9783426502266

Die Exorzistin Morgan schwebt in tödlicher Gefahr: Finstere Verschwörer haben den Thronfolger des Dämonenreichs untrennbar an sie gebunden, um ihn leichter töten zu können. Nur einer könnte Morgan helfen: der überaus attraktive Polizist Adam, bei dessen Anblick ihr die Knie weich werden. Doch da gibt es ein Problem: Adam hasst sie über alles …

Morgan Kinsley, Exorzistin (groß, kurze rote Haare, abgefahrene Klamotten) wird zu einem Fall nach Topeka (Kansas) gerufen. Es handelt sich um ein elfjähriges, von einem Dämon besessenes Mädchen, das den Flammentod sterben soll. Denn es gibt nur zwei Methoden einen Dämon zu »töten«: Ihn mit einem Exorzismus aus seinem Wirtskörper zu treiben oder den Wirt bei lebendigem Leib zu verbrennen.
Morgan soll nun einen Exorzismus vornehmen, doch etwas scheint schief gegangen zu sein – denn nun hält sich Morgan selbst für besessen.
Sie ruft Valerie (Val) March, ihre beste Freundin (das genaue Gegenteil = seriöse Kleidung, blond, Nickelbrille) und ebenfalls Exorzistin zu Hilfe. Val versichert Morgan nach einer Zeremonie, dass sie nicht besessen sei.
Doch Morgan ist nicht davon überzeugt – besonders als sie eine Notiz findet (Botschaften des Dämons in ihr, die sie selber verfasst während sie schlafwandelt), die ihr bezeugt, dass sie besessen ist, aber schon seit längerer Zeit.

Morgan lebt in Bryn Mawr, einem westlich gelegenen Vorort von Philadelphia in einem kleinen Landhäuschen. Sie wuchs in einer Familie auf, die zur „Spirituellen Gesellschaft“ gehört. Andrew, ihr Bruder, ist, seit er 21 ist, freiwillig von einem Dämon (Raphael) besessen. Morgan und Andrew haben seither ein sehr problematisches Verhältnis.

Adam White (attraktiv, 1.90m, 90 Kilo Muskelmasse, ebenfalls Dämon), Leiter der Sondereinsatzkräfte der Abteilung der Polizei, die sich mit Dämonen befasst, die auf die schiefe Bahn geraten sind, sucht Morgan in ihrem Büro auf. Morgan kann ihn, weil er ein Dämon ist, nicht ausstehen. Doch Adam bittet sie einen Exorzismus bei Dominic Castello, einem Freund von ihm, durchzuführen.

In der nächsten Notiz, die Morgan während des Schlafwandelns verfasst, gibt sich der Dämon in ihr namentlich zu erkennen – Lugh (der Name stammt aus der keltischen Mythologie = grob »der Leuchtende«) und offenbart ihr, dass man sie benutzt um ihn »gefangen zu halten«.
Morgan beschließt mit ihrer Freundin Val über Lugh zu reden – und Val verhält sich merkwürdig, greift Morgan sogar an - doch Lugh warnt sie.
Dann dringen auch noch drei bewaffnete und maskierte Männer nachts in Morgans Haus ein, doch sie kann sich in letztem Moment wegschleichen.

Morgan hat das Gefühl, dass ihr Leben komplett den Bach runtergeht, besonders als Lugh »leibhaftig« in einer Art »Realtraumerlebnis« vor ihr steht und sie beide auf erotische Weise aufeinander reagieren. Denn Lugh sieht mörderisch gut aus, wie fast alle Dämonen bei Jenna Black.
Morgan erfährt durch Lugh, dass man sie unter Drogen gesetzt hat, damit Lugh in sie »einkehren« konnte, und dass vermutlich ihr Bruder Andrew daran beteiligt war.

Der Mann in Morgans Leben ist Brian Tyndale, ihr Geliebter und Anwalt, der ihr zur Seite steht, als die Polizei sie zum Verhör bittet, weil ein illegaler Exorzismus mit tödlichem Ausgang durchgeführt wurde, in dessen Zusammenhang Morgans Name fiel.
Morgan wird inhaftiert, doch am nächsten Tag taucht Adam im Verhörraum auf, bietet ihr Hilfe an und verdeutlicht ihr, dass sie, trotzdem er ein Dämon ist, auf einer Seite stehen.
Wieder taucht Lugh in dieser »Zwischenwelt« auf, wo sie ihn körperlich sehen kann und sie fragt sich, ob er in ihr mitkriegt, wenn sie z.B. ihrem Freund einen »bläst«.
Und wieder fühlt sich Morgan sexuell von Lugh angezogen.
Sie erfährt von ihm, dass er ein »Reformer« ist, der sich für die Rechte der Menschen einsetzt und verhindern will, dass sich Dämonen bei Wirten einnisten, die damit nicht einverstanden sind. Lugh fordert Morgan auf, dass sie den besten Exorzisten aufsucht, damit dieser ihn (Lugh) aus ihr vertreibt, hat aber die Befürchtung, dass das nicht gelingen wird, da er sehr viel Macht besitzt und zu stark ist.

Morgan kommt auf Kaution frei. Adam sucht sie in ihrer Wohnung auf und rückt mit der Information heraus, dass wohl ihr Bruder Andrew (bzw der Dämon Raphael in ihm) hinter allem steckt.
Nachts bricht ein Feuer in Morgans Haus aus, sie flüchtet zu Brian, checkt nach einem Streit in einem Hotel ein und beschließt sich von Brian zu trennen – um ihn zu schützen.

Lugh erzählt Morgan von seinen Dämonenbrüdern, mit denen er in einem Erbfolgekrampf steht. Von da überschlagen sich die Ereignisse – in dem Geschwisterkampf:
Lugh gegen seine Brüder
Morgan gegen Andrew
Und zwischen die Fronten gerät auch Brian, der Mann, den Morgen liebt ...

Somit führt Jenna Black ihre Charaktere an den Leser heran – spannend, modern, erotisch und actionreich, alles, was kurzweilige Unterhaltung bieten sollte.
Interessant an dem Plot ist die Tatsache, dass in der Blackschen Welt Dämonen als existent von der Gesellschaft angesehen werden, somit werden in diesem Roman Reales und Fiktives so eng verzahnt, dass es ein sehr stimmiges Ganzes ergibt und man mit Spannung darauf wartet, wie es weitergeht.

Die Aufmachung des Bandes ist, wie von Knaur gewohnt, ohne Fehl und Tadel, das Preis-Leistungs-verhältnis stimmig.

Fazit:
Spannend, erotisch und frisch erzählter Roman, in dem Dämonen so natürlich auf der Tagesordnung stehen, wie der tägliche Donut.

© Alisha Bionda

 

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