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Rezension - Killmore

Nicole Jamet, Marie-Anne Le Pezennec
Killmore
Originaltitel: Les oubliés de Killmore

Mystery-Thriller, Hardcover mit Schutzumschlag
Knaur Verlag, Juni 2008
512 Seiten / 19,95 €
ISBN: 9783426663028

Gebrandmarkte Leichen, rätselhafte Runensteine, keltische Gräber ... ist die legendäre scharlachrote Königin auf die Insel Killmore zurückgekehrt? Oder spielt jemand mit den Dämonen der Vergangenheit?

Die Polizistin Marie Kermeur fährt nach Irland, um die Familie ihrer leiblichen Mutter kennenzulernen und ihren Kollegen Lucas Fersen zu heiraten. Maries Glück ist jedoch nur von kurzer Dauer: Am Morgen nach der Hochzeit wird ihre Cousine Alice tot aufgefunden. Sie trägt das Kleid der scharlachroten Königin, das seit Generationen in Familienbesitz ist, und ihre Brust wurde gebrandmarkt. In ihrem Hals steckt ein Stein mit einem Buchstaben aus dem Runenalphabet. Marie und Lucas fangen an, mit der örtlichen Polizei zu ermitteln. Doch dann wird Maries Cousin ebenfalls ermordet, und es beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod, denn niemand weiß, wer der Nächste sein wird.
Welches tödliche Geheimnis verbirgt die Familie Sullivan? Und warum wird Lucas immer seltsamer und brutaler? Schon bald wird Marie klar, dass sie einen Fremden geheiratet hat …

Mit »Killmore« setzt das erfolgreiche französische Autorinnenduo Nicole Jamet und Marie-Anne Le Pezennec die Geschichte der Polizistin Marie Kemeur aus »Dolmen« fort. Nachdem Marie ihre große Liebe in Gestalt von Lucas Fersen gefunden hat, beschließen beide, auf dem Familienlandsitz auf Killmore in Irland zu heiraten. Doch bereits einen Tag nach der Trauung beginnt die Familientragödie.

Irgendwie fühlt man sich wie bei »Zehn kleine Negerlein«. Kaum gibt es die erste Tote, überschlagen sich die Ereignisse. Und diese werden der alte irländische Saga von der scharlachroten Königin zugeordnet, denn der Mörder hinterlässt stets einen Stein mit einer Rune darauf.
Von Anfang an begibt sich der Leser auf eine Berg-und-Tal-Fahrt, ohne dabei zu erkennen, wohin die Reise geht. Die Ermittlungen werden von Familienzwistigkeiten, mysteriösen Erscheinungen und merkwürdigen Veränderungen des Lucas begleitet. Es scheint, dass beim Lesen manchmal der Zusammenhang verloren geht. Es liegt darin begründet, dass die vielen Handlungsstränge nach und nach zusammengeführt werden und der Leser sehr schnell auf eine falsche Spur gelenkt wird. Nicole Jamet und Marie-Anne Le Pezennec verstehen es somit brillant, von Seite zu Seite ein Stückchen mehr preiszugeben. Und am Ende der Story fügen sich die einzelnen Mosaiksteine zu einem Ganzen zusammen. Da muss man schon viel Geduld aufbringen, um »Killmore« bis zum Schluss zu lesen. Wer an »Dolmen« Gefallen gefunden hat, wird auch diesen Roman schätzen.
Beide Autorinnen haben einen gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, erinnert er doch in einigen Passagen an ein gutes Script für einen Thriller-Streifen. Die Story liest sich flüssig, wirkt glaubhaft. Wer Killmore auf der europäischen Landkarte sucht, wird nicht fündig. Der Ort der Handlung ist reine Fiktion.

Fazit:
Kennzeichnend für »Killmore« sind: ein spannungsgeladener Plot, überraschende und nicht vorhersehbare Wendungen, ein Mix aus Liebe, Mord, Intrigen und Mystik.
»Killmore« ist reiner Nervenkitzel!

Bewertung:



© W. Brandt

 

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