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Michele BardsleyVampire zum Frühstück I’m the Vampire, that’s why, USA, 2006 Aus dem Amerikanischen von Maike Walter Titelillustration von HARIBO Titelgestaltung von pecher und soiron, Köln Vampir-Romance, Paperback Saugt sie da etwa gerade am Oberschenkel eines nackten Mannes? Seit der sexy Ire Patrick O’Halloran sie aus den Fängen eines mysteriösen haarigen Biests rettete und zum Vampir machte, ist für Single-Mom Jessica nichts mehr, wie es war. Ehe sie sich versieht, muss sie nicht nur mit ihrem neuen Dasein als Kreatur der Nacht zurechtkommen (schmeckt Blut von Schokoladenessern wirklich besser?), sondern auch mit ihren überraschend innigen Gefühlen für Patrick (Vorsicht: Sex mit ihm würde sie für hundert Jahre an ihn binden!). Ganz schön aufregend, so ein Leben nach dem Tod! Jessica Anne Matthews stellt abends anstelle ihres Sohnes Bryan (14), dessen Aufgabe das eigentlich ist, die Mülltonne an den Straßenrand und wird von einem haarigen Wesen überfallen, das an ihrem Hals herumschlürft und sie verliert ihr Leben ... Jessica trägt den Ring einer Vorfahrin, dessen Bedeutung ihr durch Patrick erklärt wird: Lt. einer Prophezeiung zeichnet dieser Ring sie zu seiner Seelenverwandten aus – und tatsächlich: Von der ersten Sekunde an ist etwas Besonderes zwischen ihr und Patrick, über das erotische Knistern hinaus. Jessica muss sich erst in die Gepflogenheiten des Vampirdaseins einleben und sich an ihr etwas verändertes (besseres) Äußeres, die neuen körperlichen Kräfte und ihre gestärkten Sinne gewöhnen. Als Lorcan, das Wesen, das sie überfallen hat, vermeintlich Jessicas Kinder angreift, geht sie dazwischen und stellt fest, dass Lorcan keinen gefährlichen Eindruck auf sie erweckt – mehr noch er entschuldigt sich bei ihr für das, was er ihr angetan hat. Was Jessica verwirrt ist die Tatsache, dass er die gleichen silbernen Augen wie Patrick hat. Jessica fühlt sich – so abrupt aus ihrem Leben gerissen – einsam und hadert damit, dass sie von ihren Kindern entfernt ist, da sie jetzt nur noch nachts existieren kann. So befürchtet sie, dass ihre Kinder, die eh schon den Vater verloren haben nun auch ohne ihre Mutter aufwachsen und in fremde Obhut gegeben werden müssen. In der Sporthalle einer Schule von Broken Heart findet eine Versammlung der Vampire statt und Jessica merkt, wie viele Untote sich schon in der Stadt »tummeln« und dass sie nicht die Einzige des Ortes ist, die zur Vampirin wurde. Sie sieht einige Bekannte wieder – wie Linda Beauchamp, eine recht zickige Frau. Aber besonders eine, die Jessica erst recht nicht sehen will: Charlene Mason, die ihr den Ehemann ausgespannt und sogar mit ihm ein Kind gezeugt hatte. Ausgerechnet Charlene hat Patrick auch mit seinem Blut versorgt und sie steht daher ebenso unter seinem Schutz wie Jessica und ist somit schon wieder ihre Rivalin. Doch dieses Mal will sich Jessica ihr gegenüber beweisen, auch da sie merkt, was ihr Patrick schon nach so kurzer Zeit bedeutet. Jessica erfährt von dem Konsortium zur Förderung der Beziehung von Menschen und Nichtmenschen und dass Patrick fast 4000 Jahre alt, vor Christi Geburt geboren wurde. Patrick erzählt Jessica von dem Buch »Die Legende der Sieben Ahnen- Ruadan der Erste«, das von Lorcan geschrieben wurde. So erfährt der Leser auf locker-flüssige und humorige Weise erste Einblicke in Patricks Geschichte ... Da Broken Heart ohnehin immer weniger Bewohner hatte, weil viele wegzogen, hat das Konsortium beschlossen dort eine Sicherheitszone für Paranormale zu schaffen und kaufte nach und nach die Immobilien der Kleinstadt auf, um somit dort eine Gemeinschaft von Nichtmenschen zu schaffen. Natürlich beinhaltet der Band noch viel mehr: seien es Darrius und Drake, zwei Lykanthropen-Zwillinge, Morrigan, die Krähenkönigin, Formoren (die in der irischen Mythologie ja ebenfalls eine Rolle spielen) Todesfälle und Liebesbeziehungen – doch allem voran die Geschichte von Jessica und Patrick, die ihren Beginn nimmt. Sehr witzig hierbei sind die telepathischen Dialoge zwischen den beiden! Die Aufmachung des Titels ist ohne Fehl und Tadel: ein handliches Format, gute Papierqualität, angenehmer Satz, modernes Covermotiv – einzig das Lektorat ist nicht hundert Prozent optimal, doch das schmälert den Lesegenuss nicht. Fazit: © Alisha Bionda |