Sigrid Lenz
Galgenmännchen
Covergestaltung: Tatjana Meletzky
Horror, Taschenbuch
AAVAA Verlag, Berlin, Juni 2010
315 Seiten / 9,95 €
ISBN: 9783862541096
Das Buch ist auch als eBook erhältlich.
Weitere Informationen unter www.aavaa.de
Als Kristen in tiefer Dunkelheit erwacht, dauert es etwas, bis sie sich ihrer Situation bewusst wird.
Das, was als Schulübernachtung begann, nimmt plötzlich groteske Züge an. Warum liegt sie allein im dunklen Keller der Schule, wo sind die anderen und was ist geschehen?
Nach und nach findet sich die Klasse, aber die seltsamen Begebenheiten sind noch lange nicht zu Ende. Alle Türen verschlossen, die Lehrerin verschwunden.
Was ist hier los? Und warum fühlt sich Kristen zu der schüchternen Adriana hingezogen?
Als die ersten Schüler auf grausame Weise ermordet werden, beginnt für die anderen ein Wettlauf gegen den Tod. Sie müssen ergründen, was hier gespielt wird. Und die Wahrheit ist schlimmer, als sie es sich vorstellen können …
Mit Galgenmännchen legt Autorin Sigrid Lenz einen Roman vor, der von Jugendlichen handelt, nicht aber für Jugendliche gedacht ist. Das Thema und die Szenen richten sich an erwachsene Leser, die mit Horror und Blut umgehen können.
Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite. Und gerade, wenn der Leser denkt, hinter die geschickt ausgedachte Story gekommen zu sein, wird er eines Besseren belehrt und neuer Schrecken wartet auf ihn.
Die Autorin versteht es, die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten. Die zarte Liebesgeschichte zwischen Kristen und ihrer Mitschülerin ist dabei sehr viel mehr als schmückendes Beiwerk, wie man im Verlauf des Romans erkennt. Auch hier zeigt die Autorin, dass sie einen guten Plott zu spinnen versteht. Ein Plott, der vom Ende durchaus abgerundet wird.
Doch bei recht viel Licht muss auch ein wenig Schatten angesprochen werden – das Lektorat hält leider nicht immer mit der gut gestrickten Story stand.
Da mir als Rezensionsexemplar auf eigenen Wunsch das eBook vorlag, kann ich zur Ausstattung des Taschenbuchs nichts sagen.
Das eBook – ich hatte ePub bestellt – ließ sich jedoch sowohl auf dem iPad als auch auf dem iPhone und unter Adobe Digital Editions auf dem MacBook sehr gut lesen. Einzig das Bild der Autorin auf der letzten Seite wirkte verzerrt.
Fazit:
Ein Horrorroman, der Spaß macht und bis zum Ende spannend bleibt und daher empfohlen werden kann.
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