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Rezension - Ein todsicherer Job

Christopher Moore
Ein todsicherer Job
Originaltitel: A Dirty Job
Originalverlag: William Morrow, 2006
Aus dem Amerikanischen von Jörn Ingwersen

Horror, Taschenbuch
Goldmann (Random House)
480 Seiten/ 9,95 €
ISBN: 9783442542253

Nachdem Christopher Moore mit »Die Bibel nach Biff« im christlichen Glauben gewildert und mit »Himmelgöttin« das Wort Urlaubsparadies neu definiert hat, kümmert er sich nun in »Ein todsicherer Job« um das Jenseits.
Seine unverhohlene Lust am Fabulieren in Verbindung mit den wie beiläufig eingestreuten Scherzen hat ihm schon den Titel als offizieller Nachfolger von Douglas Adams eingebracht.

Charlie Asher ist Gebrauchtwarenhändler in San Francisco und verliert über Nacht seine Frau bei der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter. Auf sich allein gestellt, nur mit der Unterstützung seiner besserwisserischen Schwester, zwei ziemlich exzentrischen Angestellten, einer resoluten russischen Mieterin und einer kochwütigen Chinesin, in deren Gegenwart immer wieder allerlei Getier verschwindet, muss er sich nun im Leben zurechtfinden.
Bald darauf erhält er Besuch von einem in Mintgrün gekleideten Farbigen mit dem sonderbaren Namen Minty White, der Charlie erklärt, er sei nun Seelenbegleiter für deren Weg nach dem Tod.
Doch nachdem ein paar Menschen in seiner Gegenwart tot umgefallen sind, plötzlich zwei riesige Hunde und immer mehr rot leuchtende Gegenstände im Laden auftauchen und mysteriöse Stimmen aus dem Gully zu ihm sprechen, steht für Charlie fest, dass er der Tod persönlich sein muss.
Dies ist allerdings erst der Anfang einer Verkettung ungewöhnlicher Umstände, die den allein erziehenden Vater beinahe an seinem Verstand zweifeln lassen ...

»Ein todsicherer Job« ist witzig. »Ein todsicherer Job« ist grotesk. »Ein todsicherer Job« ist einfallsreich. Die überbordende Phantasie von Christopher Moore bringt eine unterhaltsame Mischung aus phantastischen Elementen, Slapstick, Horror und wirklich sehr eigenen Charakteren hervor, die glänzend unterhält.
Sind es Einfälle wie die im Gully hausenden Hexen, die nach Schinken duftenden Hörnchenmenschen oder die schrulligen ausländischen Mieterinnen von Hausherr Charlie Asher – hier sitzt jeder Gag und diese kommen wirklich im Seitentakt.
Zwar wird auch eine Geschichte erzählt aber diese steht nach einigen Seiten Lektüre bald nicht mehr im Vordergrund, denn die Kunst von Christopher Moore ist das Aufzeigen von allerlei Ungewöhnlichem im Gewöhnlichen!
Dabei folgt er so ungemein humorvoll und stellenweise auch philosophisch den Konventionen eines fiktiven Geschehens, dass man sehr bald vergessen hat, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht.

Fazit:
Einfach sympathisch und sehr unterhaltsam führt Christopher Moore seine Erfolgsgeschichte fort - »Ein todsicherer Job« wirkt dabei aber wesentlich erwachsener als seine vorangegangenen Werke, behandelt er nämlich dieses Mal ein ziemlich ernstes Thema: Verlust und den Umgang damit. Aber der Humor kommt auch hier nicht zu kurz und ist jederzeit gut getimt. Eine eindeutige Empfehlung!

Bewertung:



© Mirko Röhm

 

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