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Rezension - Black Dagger - Band 4 - Bruderkrieg

J.R. Ward
Black Dagger - Band 4
Bruderkrieg
Aus dem Amerikanischen von Astrid Finke
Titelfoto: Dirk Schulz
Titelgestaltung: Animagic Bielefeld

Romantic-Mystery, Taschenbuch
Heyne, München, November 2007
304 Seiten/ 7,95 €
ISBN: 9783453565104

Düster, erotisch, unwiderstehlich – die letzten Vampire kämpfen um das Schicksal der Welt

Sie sind eine der geheimnisvollsten Bruderschaften, die je gegründet wurden: die Gemeinschaft der Black Dagger. Und sie schweben in tödlicher Gefahr: Denn die Black Dagger sind die letzten Vampire auf Erden, und nach jahrhundertelanger Jagd sind ihnen ihre Feinde gefährlich nahe gekommen. Doch Wrath, der ruhelose und maßlos attraktive Anführer der Black Dagger, weiß sich mit allen Mitteln zu wehren. Die Schlacht beginnt!

Wie in jedem BD-Band beginnt auch dieser mit dem Glossar der Begriffe und Eigennamen.
Und dann ist man wieder drin – in der Welt der Black Dagger – und alles scheint in »innerer Aufruhr« zu sein.

Mary wurde von Rhage auf das Anwesen der Black Dagger gebracht und kämpft aussichtslos gegen ihre Gefühle für ihn und Rhage wiederum mit dem Ungeheuer in sich.
Mary spürt und weiß, dass Rhage mit anderen Frauen Sex hat, um seine Emotionen zu bekämpfen und somit das Ungeheuer in ihm. Mary will das Anwesen verlassen, weil sie die Eifersucht nicht erträgt, die sie zerfrisst, weil sie ihn gedanklich immer mit anderen Frauen sieht. Doch Rhage will sie nicht gehen lassen und erzählt Mary endlich, warum er das tun muss und nicht mit ihr schlafen kann, verspricht ihr aber das Untier in sich künftig anders zu stoppen.
Er gesteht Mary, dass er sie liebt.
Rhage besitzt für Mary die Schönheit eines gefallenen Engels und sie lieben sich das erste Mal.
Nun könnte alles gut werden, doch Mary ist durch ihre Leukämieerkrankung immer geschwächter und gleitet mehr und mehr in die Krankheit ab.
Da Rhage die Regeln gebrochen hat, einen Menschen (Mary) in die Bruderschaft zu bringen, muss er sich einem harten Bestrafungsritual durch alle Black Dagger unterziehen.

Mary und Rhage haben einen Streit, nachdem Mary zurück in ihre Wohnung will. Sie ruft Bella (Vampirin), ihre Nachbarin und Freundin, an. Die erkundigt sich auffällig nach Zsadist, einem Black Dagger, dem sie einmal kurz auf dem Anwesen begegnet ist, als sie und Mary John zu den Black Daggern brachten. Zsadist hat einen bleibenden Eindruck in ihr hinterlassen.
Mary kehrt nach Hause zurück – doch Rhage taucht dort auf, um sie zurückzuholen. Aber Mary steht vor einer neuen Chemotherapie, von der sie weiß, dass sie sie körperlich verändern wird und sie will, dass Rhage sie, so wie sie jetzt ist, in Erinnerung behält. Doch er nimmt sie und ihr Hab und Gut mit zurück auf das Anwesen der Bruderschaft.
Mary lässt ihr altes Leben hinter sich.
Rhage veranstaltet für sie eine kleine Feier, zu der auch Bella eingeladen wird.
Die hält die ganze Zeit Ausschau nach Zsadist – und die Leser ahnen schon, dass sich hier das nächste Paar anbahnt. Was Bella über Zsadist hört, ist abschreckend, aber nicht für sie. Doch als sie ihm Avancen macht, reagiert er brüsk und abweisend, verlässt die Feier, aber Bella folgt ihm.
Auch Zsadist fühlt sich von ihr angezogen, doch sie ruft auch Erinnerungen in ihm wach – an seine Zeit als in Ketten gelegter Blutsklave, als seine Herrin ihn vergewaltigte und sein Blut trank, und er fühlt Scham vor Bella wegen seiner Narben und Hässlichkeit und seinem schwarzen, bösartigen Wesen. Und es verunsichert ihn, dass sie erkennen lässt, dass sie ihn wirklich will. Er ist damit völlig überfordert.

Die Lesser bauen weiter an ihrem neuen Zentrum unter Mr Os Leitung. Dieser denkt an seine ehemalige Liebe Jennifer zurück. Er hält einen Vampir gefangen und foltert ihn, um mehr über die Black Dagger zu erfahren – und bekommt heraus, dass sich einige von ihnen schon mal in einer Kneipe namens »One Eye« aufhalten, wo er ihnen auflauern will.

John Matthew ringt mit sich und Tohrments Angebot, in die Gemeinschaft der Black Dagger zu kommen. Dann merkt er, dass ihm ein Lesser auf der Spur ist und ihm Gefahr droht. So ruft er Tohr zu Hilfe. Er beschließt zu den Black Daggern zu ziehen und Tohr und dessen Frau Wellsie nehmen ihn bei sich auf. Tohr offenbart John, dass auch er bald ein Vampir werden wird. Was ihn jedoch beschäftigt, ist die Narbe, die John hat, denn diese erhalten die Black Dagger erst später und werden nicht damit geboren. Also woher hat John sie jetzt schon vor seiner Tansition?

Dann bricht in Rhage die Bestie aus – auch sie will Mary. Und endlich erzählt Rhage ihr von dem Fluch und der Bedeutung des Drachentattoos auf seinem Rücken. Und dass die Bestie auch Mary will, was er nicht zulassen kann.
Aber sie erwidert: Dann soll sie mich haben – und alles scheint sich zu fügen.
Doch da ereilt Mary die Diagnose, dass der Krebs in ihr unheilbar ist ...
Zu allem Überfluss wird auch noch Bella entführt ...

Eines kann man J.R. Ward nicht vorwerfen: dass ihre Texte langweilig sind. Und schwafelig sind sie auch nicht – dankenswerterweise. Das ist flott erzählt, atmosphärisch, ausgewogen und hin und wieder »blutig« – und alles wohl dosiert. Vielleicht mag dem ein oder anderen Leser zu viel Liebestaumel der verschiedenen Paare in den Bänden vorkommen – doch für mein Dafürhalten ist es genau die Mischung, die J.R. Wards Black Dagger so reizvoll macht. Mittlerweile sind auch genug Fährten gelegt, die man weiterverfolgen möchte. Was wird aus Bella? Was aus ihr und Zsadist? Wie wird es mit Rhage und Mary weitergehen? Oder mit Wrath und Beth? Und vor allem erhält auch Butch bei Marissa doch noch seine Chance? Was wird aus John? Und, und, und ... und das sind nur die Fäden, die in der Bruderschaft zusammenlaufen. Denn da sind ja noch die Lesser, deren Geschichten es zu durchleuchten gilt und es bleibt nach den ersten vier Bänden zu vermuten, dass die Autorin noch den ein oder anderen interessanten Charakter aus dem Ärmel zaubert. Wenngleich die bisherigen den Leser auch schon in Atem gehalten haben und hoffentlich weiterhin werden.
Es gibt also Fragen über Fragen, die beantwortet werden wollen. Hoffentlich in noch vielen BD-Bänden!

Fazit:
Rasant, erotisch, düster – J.R. Ward schafft ihre eigene Welt, in die sie den Leser entführt.

© Alisha Bionda

 

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