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Rezension - Rattenfänger

Magic Edition 08
RATTENFÄNGER
Herausgeber: Bernd Rothe



Autoren: Stefanie Bense, Alisha Bionda, Marc-Alastor E.-E., Christian Schönwetter, Marlies Eifert, Frank W. Haubold, Dominik Irtenkauf, Barbara Jung, Monique Lhoir, Markus K. Korb, Armin Rößler, Dirk Taeger, Stefanie Hübner-Raddatz, Christian von Aster, Veruka Aniko, Volly Tanner, Martin Skerhut, Alexander Amberg

Paperback, Mystery
BLITZ-Verlag
400 Seiten/9,95 Euro
ISBN: 978-3-89840-268-2

Die Sage vom Rattenfänger von Hameln gehört zu den bekanntesten deutschen Sagen und wird in der ganzen Welt erzählt und bestaunt.
In diesem Buch hat Bernd Rothe 18 Geschichten um den Rattenfänger zusammengetragen, die sich aber auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit der Sage auseinandersetzen.
Alisha Bionda und Marc Alastor E.-E. verbinden den Mythos mit Vampiren und schufen Kurzgeschichten mit einem düsteren, erotisch-morbiden Touch.
„Schattenschläger“, „Canard – Liebling“ und „Die Wege des Herrn...“ entführen den Leser in gekonnter Weise zurück ins Mittelalter zu Pest und Lepra.
Die Storys von Barbara Jung und Dirk Taeger erzählen sogar aus der Sicht der Ratten die Geschichte um den Rattenfänger und selbst eine Science-Fiction-Variante fehlt in dieser Sammlung ebenso wenig, wie gruselige und märchenhafte Erzählungen.
Dabei wird die Rattenfängersage auch durchaus als Metapher interpretiert und der Rattenfänger schon mal zu einem gewieften Konzernchef, der eine Marktlücke für Ohropax entdeckt hat.
Was diese Anthologie auszeichnet ist ihre Vielfalt und der hohe Abwechslungsreichtum der einzelnen Geschichten, sowohl in Schrift und Stil, als auch im Handlungsaufbau. Einziger Nachteil ist, dass es dabei natürlich immer Erzählungen gibt, die einem nicht so zusagen.
Eingeleitet wird das Buch von einem Vorwort des Herausgebers, welcher selbst gebürtiger Hamelner ist und von jeher von der Rattenfängersage fasziniert war.
Ein Nachwort über die Stadtgeschichte Hamelns und ein historischer Abriss der Rattenfängersage, sowie Veranstaltungstipps in Hameln vervollständigen das Buch. Darüber hinaus gibt es zu jedem Autor Informationen und Internetadressen, wobei leider nur Veruka Aniko fehlt.
Nicht vergessen werden darf natürlich Pat Hachfeld, der sich die Mühe gemacht hat, alle (!) Kurzgeschichten mit einer innovativen Titelillustration zu versehen. Auch hier sind die einzelnen Werke sehr unterschiedlich ausgefallen: Von der Karikatur, über kindlich naive Darstellungen bis hin zu melancholisch anmutenden Zeichnungen reicht die Palette.

Fazit:
Ein faszinierendes Buch, welches die Rattenfängersage aus den verschiedensten Blickwinkeln her betrachtet.

Bewertung:



© Florian Hilleberg

 

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